Abstract
dc:description.abstractZunehmende Resistenzhäufigkeit gegenüber Antibiotika stellt ein weltweites Problem bei der Therapie bakterieller Infektionen dar. Konsequente Beobachtung der Resistenzraten ist ein wichtiger Grundstein bei der Erhaltung der Wirksamkeit gebräuchlicher Chemotherapeutika. Durch Vernetzung verschiedener Ökosysteme, z.B. über die Nahrungskette, sind auch für die Humanmedizin Resistenzen bei Bakterien tierischer Herkunft von Bedeutung. Hierbei wird vor allem der Beobachtung der Resistenzvorkommen bei Erregern von Lebensmittelinfektionen wie Salmonellen und Campylobacter und bei Indikatorbakterien wie Enterokokken und E.coli Bedeutung beigemessen. <br>Diese Arbeit wurde mit dem Ziel ausgeführt, Anhaltspunkte für die momentane Resistenzsituation bei Bakterien tierischer Herkunft in Deutschland zu erhalten. <br>Dies soll zum einen eine Basis für den Vergleich mit Resistenzdaten aus der Humanmedizin schaffen und zum anderen Vergleichsdaten für zukünftige Überwachung von Keimen tierischer Herkunft liefern. <br>Es wurden Salmonellen, Campylobacter, Enterokokken, E.coli und andere Enterobakterien aus Lebensmitteln tierischer Herkunft und aus der Veterinärmedizin auf Resistenzen gegenüber verschiedenen in der Humanmedizin häufig eingesetzten Antibiotika untersucht. Hierbei zeigte sich bei Salmonella-, Campylobacter- und E.coli- Stämmen eine hohe Resistenzhäufigkeit gegenüber Tetracyclin (20- 60%) und Ampicillin (35- 40%) , unter Salmonellen und E.coli auch gegenüber Chloramphenicol und Cotrimoxazol (20- 40%). <br>Besorgniserregend bei der Resistenztestung der Campylobacterspezies war der hohe Anteil Fluoroquinolon-resistenter Stämme (45 %) und das Vorkommen von Resistenzen gegenüber Erythromycin . <br>Keiner der untersuchten Enterokokken- Stämme erwies sich als Vancomycin- resistent. <br>Im Vergleich der erhobenen Resistenzdaten mit humanmedizinischen Daten der Universitätsklinik Freiburg zeigt sich deutlich, dass gegenüber Antibiotika wie Gentamicin, Cotrimoxazol und Tetracyclin, die auch in der Veterinärmedizin und Tierzucht häufig eingesetzt werden, unter Stämmen tierischer Herkunft auch deutlich mehr Resistenzen festzustellen sind.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Lunke, Christine
- Contributors dc:contributor
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- Frank, Uwe
Subjects
dc:subject × 4Identifiers
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- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2109
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2109