University of Freiburg
Untersuchungen zur Interaktion zwischen einer adenoviral-vermittelten Gentherapie und einer Chemotherapie mit Topotecan in etablierten humanen Ovarialkarzinom-Zelllinien
Abstract
dc:description.abstractIn der vorliegenden Arbeit wurden Aspekte der Interaktion zwischen einer adenoviralvermittelten Gentherapie und einer Topotecan-Behandlung in-vitro untersucht. Es wurde ein adenoviraler Vektor verwendet, der anstelle eines therapeutischen Gens das Reportergen lacZ (beta-Galaktosidase) unter der Kontrolle des konstitutiv aktiven Promotors RSV exprimierte. Der Einfluss von Topotecan auf die Transduzierbarkeit, die aus der Transgenaktivität ermittelt wurde und die Zytotoxizität der Kombinationstherapie wurden unter verschiedenen Bedingungen gemessen. <br>Der therapeutische Effekt einer kombinierten Chemo- und adenoviralvermittelter Gentherapie hing nicht nur von der Transgenexpression und der Zytotoxizität der beiden Therapiemodalitäten, sondern auch von einer direkten bzw. indirekten Interaktion zwischen den beiden Modaliäten ab. <br>1. Der dosis- und zeitabh¨angig zytotoxische Effekt von Topotecan variierte zwischen verschiedenen Zelllinien. So reagierten PEO 4-Zellen auf Topotecan wesentlich empfindlicher als NIH:OVCAR3-Zellen, während MDAH: 2774-Zellen und PEO 14-Zellen fast resistent waren. <br>2. Die Transduzierbarkeit ist eine zellspezifische Eigenschaft. Während bei Inkubation mit 10^8 PFU/ml Adv-RSV lacZ 70% der NIH:OVCAR3-Zellen transduziert wurden, wurden bei der selben Viruskonzentration nur etwa 20% der PEO 4-Zellen transduziert. Diese Unterschiede wurden nicht durch die Unterschiede in der MOI erfasst, sondern waren Ausdruck zelltypischer Eigenschaften. <br>Die Verwendung eines Reportergens (lacZ) anstelle einer therapeutischen Gens (TK) ermöglichte, zwischen Topotecan- und Gentherapie-vermittelten Effekten zu differenzieren. <br>Es zeigte sich, daß das als Reportergen gewählte lacZ-Gen im Stoffwechsel der Zelle metabolisch nicht inert war. Bereits die Transduktion mit Adv-RSV lacZ induzierte in NIH:OVCAR3-Zellen und in PEO 4-Zellen in messbarem Umfang Apoptose. <br>3. Die Transduktion mit Adenoviren hemmte die Aktivität der Topoisomerase I in <br>NIH:OVCAR3-Zellen und in PEO 4-Zellen. Da die Wirkung von Topotecan direkt proportional zur Aktivität der Topoisomerase I war, ging die reduzierte Topoisomerase I-Aktivität auch mit einer reduzierten Sensitivität gegenüber Topotecan einher. <br>4. Nach einer Chemotherapie mit Topotecan war die Transduktionseffizienz in <br>NIH:OVCAR3- und in PEO 4-Zellen durch die relative Zunahme der MOI erhöht.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Becker, Carolin
- Contributors dc:contributor
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- Hasenburg, Annette
Subjects
dc:subject × 7Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2008
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2008