University of Freiburg
Mutationsanalyse des intraflagellaren Transportprotein-Gens hTg737 bei Patienten mit Situsanomalien und hereditären Nierenerkrankungen
Abstract
dc:description.abstractDas hTg737-Gen liegt auf Chromosom 13 und besteht nach aktuellem Forschungsstand aus 28 Exons, die sich auf eine genomische Region von mehr als 100 kb verteilen. hTg737 kodiert für das intraflagellare Transport (IFT)-Protein Polaris. Dieses hat eine Größe von 833 AS und weist 10 Kopien eines Tetratricopeptide Repeats (TPR) auf. Es existieren zwei Mausmodelle mit Defekten in Tg737. Mäuse, die homozygot für die Insertionsmutation Tg737orpk sind, weisen renale und hepatische Fehlbildungen sowie Skelettanomalien und einen Hydrocephalus auf. Für die Knock-out-Mutation Tg737Delta2-3ßGal homozygote Mäuse sterben intrauterin und zeigen Situsanomalien, Neuralrohrdefekte, vergrößerte Extremitätenknospen und eine Aufweitung des perikardialen Sacks. <br>Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden 42 Patienten mit Situsanomalien und Fehlbildungen von Niere, Herz und/oder weiteren Organen durch das PCR-Sequenzierungsverfahren auf Mutationen im hTg737-Gen untersucht. Dabei wurden zwei homozygote Mutationen innerhalb eines Individuums, eine heterozygote Mutation in einem anderen Patienten und fünf wahrscheinliche Polymorphismen identifiziert sowie drei bekannte Polymorphismen bestätigt. <br>Die beiden homozygoten Mutationen S356B und R607H kommen in verschiedenen Exons des Patienten 43 vor und werden autosomal rezessiv vererbt. Patient 43 leidet unter kardialen Fehlbildungen und einem Situs ambiguus. Die heterozygote Mutation (R266Q) wurde bei Patient 27 (Ventrikelseptumdefekt und Asplenie) nachgewiesen. Der gesunde Vater des Betroffenen ist heterozygoter Träger dieser Mutation. Bei Patient 27 wurde mittels PCR-Amplifikation und Sequenzierung keine zweite heterozygote Mutation identifiziert. - Beide Patienten, bei denen Mutationen detektiert wurden, leiden unter kardialen Fehlbildungen und Situsanomalien, während in keinem der Patienten mit Nierenerkrankungen Mutationen identifiziert wurden. Dies spricht dafür, dass hTg737-Mutationen eine Rolle für die Entstehung von Lateralisationsdefekten beim Menschen besitzen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Greiner, Eva Judith
- Contributors dc:contributor
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- Omran, Heymut
Subjects
dc:subject × 6Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1975
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1975