University of Freiburg
Einfluss von Vitamin C und Atorvastatin auf die hämodynamische Wirkung von Isosorbid-5-mononitrat
Abstract
dc:description.abstractIn einer früheren Studie zur Untersuchung der dosisabhängigen Wirkung einer Einzeldosis von Isossorbid-5-mononitrat (IS-5-MN) wurde beobachtet, dass bei einer Dosissteigerung von 40 auf 80 mg trotz Verdopplung der Plasmakonzentration keine Wirkungszunahme auf-trat. Vor diesem Hintergrund wurde eine Wirkungsabschwächung hoher Einzeldosen von IS-5-MN durch Sauerstoffradikale diskutiert. In der vorliegenden doppelblinden, randomisierten, dreifach cross-over Studie an zwölf gesunden, männlichen Nichtrauchern sollte der Effekt einer Vorbehandlung mit Antioxidantien (Vitamin C, Atorvastatin) auf die hämodynamische Wirksamkeit und Pharmakokinetik einer Einzeldosis von 80 mg IS-5-MN untersucht werden. <br> <br>Nach einer fünftägigen Vorbehandlung mit Vitamin C (3 x 500 mg/d), Atorvastatin (1 x 20 mg/d) oder Placebo wurde am sechsten Tag zusätzlich eine Einzeldosis von 80 mg IS-5-MN verabreicht. Am fünften Tag der Vorbehandlung sowie am Tag der IS-5-MN-Gabe wurden typische Surrogat-Parameter der Nitratwirkung erfasst: Fingerpuls (a/b-Quotient), systoli-scher Blutdruck und Herzfrequenz in Orthostase. Im Plasma wurde sowohl die Konzentration von IS-5-MN als auch die ROS- sowie reduzierte und oxidierte SH-Gruppen-Konzentration gemessen. <br> <br>Die Gabe von 80 mg IS-5-MN führte zu einer ausgeprägten Zunahme des a/b-Quotienten, einer Abnahme des systolischen Blutdrucks und einer Steigerung der Herzfrequenz in Or-thostase. Die Antioxidantien Vitamin C und Atorvastatin hatten selbst keinen Einfluss auf die hämodynamischen Parameter. Die maximale Wirkung von IS-5-MN (emax) auf den Finger-puls (Pl. 2,58 ± 0,90; Vit. C 2,35 ± 0,37; Ator. 2,53 ± 0,44; p > 0,05), auf den systolischen Blutdruck in Orthostase (Pl. 80 ± 17 mmHg; Vit.C 81 ± 14 mHg; Ator. 79 ± 12 mmHg; p > 0,05) und auf die Herzfrequenz (Pl. 113 ± 12 S./min; Vit. C 114 ± 8 S./min; Ator. 116 ± 15 S./min; p > 0,05) waren unter den drei Behandlungen vergleichbar. Auch bei den Gesamtwir-kungen (Integral der Fläche unter der Wirkungs-Zeit-Kurve) war kein Einfluss der Antioxidan-tien erkennbar. Die Pharmakokinetik von IS-5-MN (AUC: Pl. 10045 ± 565 ng/ml*h; Vit.C 10675 ± 570 ng/ml*h; Ator. 10678 ± 584 ng/ml*h p > 0,05) sowie die biochemischen Marker ROS und SH-Gruppen wurden durch die Vorbehandlung nicht beeinflusst. Die Konzentrati-ons-Wirkungs-Beziehungen ergaben bei allen drei Behandlungen vergleichbare, im Uhrzei-gersinn verlaufende Hystereseschleifen, die auf eine Wirkungsabschwächung mit der Zeit hindeuten. <br> <br>Eine antioxidative Therapie mit Vitamin C oder Atorvastatin hatte somit keinen Einfluss auf die Wirksamkeit und Pharmakokinetik einer Einzeldosis von 80 mg IS-5-MN. Für unsere Hypothese einer relativen Wirkungsabschwächung einer hohen Einzeldosis von IS-5-MN durch Sauerstoffradikalbildung fanden wir keinen Anhalt.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Brand, Karen Maria
- Contributors dc:contributor
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- Jähnchen, Eberhard
Subjects
dc:subject × 9Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1778
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1778