University of Freiburg
Präsynaptische Modulationen der Neurotransmission im Neokortexgewebe : (1) der CB1-Rezeptor beim Menschen, (2) die spannungsabhängigen Ca2+-Kanäle beim Menschen, (3) der Kationenstrom Ih der Ratte
Abstract
dc:description.abstractDie Auswirkungen der Cannabinoide auf Gedächtnis und Wahrnehmung sind seit Jahrtausenden bekannt. In dieser Arbeit wurde gezeigt, dass das synthetische Cannabinoid WIN55212-2 die Freisetzung des tritiummarkierten Neurotransmitters Acetylcholin im Neokortex der Maus und des Menschen konzentrationsabhängig hemmt. Eventuell kann die durch langjährigen Cannabiskonsum bedingte kognitive Beeinträchtigung auch durch diesen hemmenden Einfluss auf die Neurotransmission erklärt werden. Der genauere Vergleich zwischen beiden Spezies zeigt deutliche Unterschiede, die auf eine tonische Aktivierung der CB1-Rezeptoren durch Endocannabinoide im Menschen, nicht jedoch in der Maus hinweisen. Für künftige (prä-)klinische Studien (zu SR141716 als Appetitzügler beispielsweise) sind diese Funde von Bedeutung, da die unterschiedlichen Verhältnisse des Endocannabinoid-Systems, die in dieser Arbeit beschrieben sind, zu unterschiedlichen biologischen Antworten in der Maus im Vergleich zum Menschen führen können. Weiter konnte diese Versuchsreihe Argumente für die Eigenschaft von SR14716 als kompetitiven Antagonisten und nicht als inversen Agonisten geben. <br>In den beiden anderen Teilen dieser Arbeit wurden Ergebnisse präsentiert, die sich mit den Membraneigenschaften von Neuronen beschäftigen, welche in der Anfallskrankheit Epilepsie verändert sind (Teil 2) und durch den Kationenstrom Ih wahrscheinlich stabilisiert werden können (Teil 3). Die vorgestellten Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der spannungsabhängigen Kalzium-Kanäle in der Neurotransmission, sowohl im nicht-epileptischen, als auch im epileptischen menschlichen Neokortex. Die verminderte Expression der a2d-Untereinheit dieser spannungsabhängigen Kalzium- Kanäle im epileptischen Gewebe ergänzt die Ergebnisse der Superfusionsversuchsreihe und kann als eine Erklärungsmöglichkeit von Pharmakoresistenzen angesehen werden. Durch die Anwendung des selektiven h-Stroms-Blocker ZD7288 und des Na+-Kanal-Blockers TTX konnten in Teil 3 dieser Arbeit zum ersten Mal funktionale Ih-Kanäle an der Präsynapse noradrenerger Neurone nachgewiesen und deren Modulation durch Kalium beschrieben werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Klar, Maximilian
- Contributors dc:contributor
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- Feuerstein, Thomas J.
Subjects
dc:subject × 4Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1523
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1523