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University of Freiburg

Vergleich der interstitiellen und intravenösen Glukose- und Glyzerinkinetik bei adipösen und schlanken Probanden nach oraler Glukosebelastung : Koppelung der Mikrodialyse mit einem kontinuierlich messenden, mikrofluidischen Biosensor

Abstract

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In dieser Studie wurde die klinische Anwendbarkeit und Validität der subkutanen Mikrodialyse bei der Messung interstitieller Konzentrationen von Glukose und Glyzerin im Rahmen eines oralen Glukosetoleranztestes untersucht. Die Mikrodialysesonde wurde bei 10 Probanden, 4 adipösen (BMI: 29,8 +/- 3,3 kg/m²) und 6 schlanken (BMI: 22,6 +/-1 kg/m²), periumbilikal im subkutanen Fettgewebe gelegt. Das hierbei gewonnene Dialysat wurde zunächst kontinuierlich on-line über einen Glukose-Biosensor analysiert. Anschliessend wurde das Dialysat gesammelt und daraus in diskreten Abständen Glukose und Glyzerin, sowie parallel dazu aus arterialisiertem Blut Glukose, Glyzerin und freie Fettsäuren bestimmt. <br>1. Recovery: Bei adipösen Probanden bestehen grosse Unterschiede zwischen der „extrapolation-to-zero-flow“-Recovery (86%) und der relativen Recovery (12%) in Prozent der Plasmaglukose. <br>2. Sensorik: Die über den Biosensor ermittelten Glukosekonzentrationen zeigen eine hohe Übereinstimmung mit den CMA-Werten in der Regression (p<0,0001), womit die Messgenauigkeit des Biosensors validiert ist. <br>3. Mikrodialyse- und Plasmadaten: Bezüglich Glukose besteht eine gute Korrelation zwischen den diskreten Dialysat- und Plasmawerten (r=0,67-0,95, jeweils p<0,01). <br>4. Schlanke und adipöse Probanden: Bei ähnlicher Plasmakinetik sind die interstitiellen Glukose- und Glyzerinkonzentrationen signifikant niedriger bei adipösen Probanden im Vergleich zu schlanken. Die freien Fettsäuren unterscheiden sich zunächst nicht, fallen jedoch bei adipösen Probanden auf einen höheren Endwert ab. <br>Schlussfolgerung: Die Kopplung der Mikrodialyse an einen Biosensor ermöglicht die kontinuierliche Glukosemessung aus subkutanem Gewebe und ist aufgrund der hohen Korrelation mit der Plasmakinetik für klinische Fragestellungen interessant. Eine Einschränkung findet sich für adipöse Probanden, bei denen, trotz hoher „zero-flow“-Recoveries, niedrige Dialysat-Glukosekonzentrationen vorliegen, was die Aussagefähigkeit für Blutzuckerschwankungen reduziert. Wir folgern aus den Unterschieden der Recovery, dass bei Verwendung der Mikrodialyse In-vivo-Kalibrationen unablässig sind. Die niedrigen interstitiellen Glyzerinwerte lassen eine geringere lipolytische Aktivität bei Adipösen im Vergleich zu Schlanken vermuten, was einen Hinweis zur stammbetonten Fettanlagerung bieten kann. <br>Zusammengefasst erweitert das Mikrodialyse-Biosensor System das diagnostische Spektrum im Hinblick auf das kontinuierliche Monitoring.

Author and committee

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Author dc:creator
  • Kannan, Cecil Varna
Contributors dc:contributor
  • Schwab, Karl Otfried

Subjects

dc:subject × 2

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https://freidok.uni-freiburg.de/data/1255
OAI identifier oai:identifier
oai:freidok.uni-freiburg.de:1255

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Last updated
2026-07-24
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Kannan, Cecil Varna. Vergleich der interstitiellen und intravenösen Glukose- und Glyzerinkinetik bei adipösen und schlanken Probanden nach oraler Glukosebelastung : Koppelung der Mikrodialyse mit einem kontinuierlich messenden, mikrofluidischen Biosensor. https://freidok.uni-freiburg.de/data/1255