University of Freiburg
Molekulare und funktionelle Charakterisierung der reggie/flotillin Gene in Drosophila melanogaster
Abstract
dc:description.abstractIn den letzten Jahren hat sich das Konzept von Membranmikrodomänen, so genannten Lipid rafts, weitgehend etabliert. Diesen Zusammenlagerungen von bestimmten Membranlipiden und –proteinen wird eine bedeutende Funktion bei wichtigen zellulären Prozessen wie z. B. der Signaltransduktion oder der Zelladhäsion zugesprochen. <br> <br>Mit den reggie/flotillin Genen ist ein evolutionär konserviertes paraloges Genpaar identifiziert, dessen Genprodukte in Lipid rafts lokalisiert sind. <br>In der vorliegenden Arbeit wurde die Expression der reggie/flotillin-Gene in Drosophila melanogaster untersucht. Hierbei kamen gegen Goldfisch-Reggie-Proteine gerichtete Antikörper zum Einsatz, deren Spezifität bezüglich der Drosophila-Proteine in Westernblot- und Immunfluorezenzanalysen verifiziert werden konnte. In Drosophila konnte Reggie-Immunreaktivität in allen Entwicklungsstadien im zentralen Nervensystem nachgewiesen werden. Es konnte gezeigt werden, dass es sich bei den gefärbten Strukturen um neuronale und nicht um gliale Strukturen handelt. Die Immunfärbung zeigt ein Muster, das auf eine Beteiligung der Reggie-Proteine an Zelladhäsionsprozessen schließen lässt. Insbesondere sind die Reggie-Proteine in solchen Axonabschnitten stark exprimiert, wo diese zu Bündeln zusammengefasst werden. Mit GAL4/UAS-Fehlexpressionsstudien konnte die generelle Hypothese der Beteiligung an Adhäsionsprozessen weiter gestützt werden, da reggie-Fehlexpression während der Entwicklung des Komplexauges mit zelladhäsionsabhängigen Prozessen interferiert. <br>Im Rahmen dieser Arbeit wurde eine P-Element-induzierte reggie-1/flotillin-2 loss-of-function Mutante charakterisiert, bei der keine reggie-1/flotillin-2 mRNA gebildet wird. Obwohl aufgrund der evolutionären Konservierung der reggie/flotillin-Gene erwartet wird, dass diese wichtige Funktionen ausüben, erwies sich die reggie-1/flotillin-2 Mutante als voll lebensfähig. Bis jetzt konnten keine auffälligen äußeren oder inneren Defekte identifiziert werden. Dies ist umso erstaunlicher als die reggie-1/flotillin-2 Mutante zusätzlich eine drastische Reduktion an Reggie-2/Flotillin-1 Protein aufweist. Dieser Befund in der reggie-1/ flotillin-2-Mutante deutet allerdings auf eine direkte Interaktion der beiden Reggie-Proteine hin, was in Überexpressionsstudien bestätigt werden konnte.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Höhne, Martin
- Contributors dc:contributor
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- Fischbach, Karl-Friedrich
Subjects
dc:subject × 2Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1213
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1213