University of Freiburg
Auswirkungen eines Ausdauertrainings-Programmes auf die körperliche Leistungsfähigkeit und psychische Befindlichkeit von Tumorpatienten nach Hochdosis-Chemotherapie
Abstract
dc:description.abstractDie Studie untersucht die Auswirkungen eines Ausdauertrainings auf die körperliche Leistungsfähigkeit und psychische Befindlichkeit von Tumorpatienten nach einer Hochdosis-Chemotherapie mit anschließender Stammzelltransplantation. Das Untersuchungskollektiv umfasste 79 Patienten. Die Eingangs- und Abschlussuntersuchungen bestanden jeweils aus Laufbandergometrie und Belastungs-EKG sowie der Beantwortung psychologischer Befindlichkeitsbögen: Symptom-Checkliste (SCL-90-R), Profile of Mood States (POMS). Patienten der Trainingsgruppe führten ab dem ersten Tag nach Ende der Chemotherapie bis zu ihrer Entlassung ein tägliches Ausdauertraining mit einem Bett-Ergometer durch. Die Patienten trainierten eine Minute, daran schloss sich eine einminütige Pause an. Die Intervallbelastungen wurden 15-mal durchgeführt. Das gesamte Trainingsprogramm dauerte 30 Minuten. Die Patienten der Kontrollgruppe trainierte nicht. Die Studie führte zu folgenden Ergebnissen: <br>1. Der Verlust an Leistungsfähigkeit zum Zeitpunkt der Entlassung war bei den Patienten der Trainingsgruppe um 27 % geringer als bei den Patienten der Kontrollgruppe. <br>2. SCL-90-R: In der Trainingsgruppe kam es zu einer signifikanten Verbesserung der Symptome in den Skalen „Zwanghaftigkeit“, „Unsicherheit im Sozialkontakt“, „Ängstlichkeit“, „Phobische Angst“ und „Paranoides Denken“. In der Kontrollgruppe kam es zu einer signifikanten Verstärkung der Symptome der Skala „Somatisierung“, jedoch zu keiner signifikanten Verbesserung in den anderen Skalen. <br>POMS: Bei den Patienten, die trainiert hatten, verbesserte sich die Dimension „Niedergeschlagenheit“ signifikant, bei den Patienten der Kontrollgruppe kam es darin nicht zu einer signifikanten Veränderung. In der Kontrollgruppe kam es zu einer signifikanten Steigerung der Dimension „Müdigkeit“ und einer signifikanten Abnahme der Dimension „Tatkraft“. In der Trainingsgruppe änderte sich in diesen beiden Dimensionen nichts signifikant. <br>3. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes war bei den Patienten der Trainingsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant kürzer. Sie betrug für die Kontrollgruppe 15,2+/-3,6 Tage, für die Trainingsgruppe 13,6+/-2,2 Tage.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Augustin, Ulrike
- Contributors dc:contributor
-
- Berg, Aloys
Subjects
dc:subject × 5Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1123
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1123