University of Freiburg
Mutationen der Succinyldehydrogenase Untereinheit D bei Patienten mit Phäochromozytom
Abstract
dc:description.abstractPhäochromozytome können sporadisch und im Rahmen von Mutationen verschiedener Gene vorkommen. Mit dem SDHD-Gen wurde neben VHL, RET und NF1 ein weiteres Kandidatengen für familiäre Phäochromozytome gefunden. Ziel der Arbeit war es, ein nicht ausgewähltes Kollektiv von Patienten mit sporadischen Phäochromoyztomen auf Mutationen im SDHD-Gen zu testen und die Vererbung und klinische Besonderheiten zu untersuchen. Aus dem Freiburger Phäochromozytom-Register wurden 216 Patienten, die keine Mutation im VHL-, RET- oder NF1-Gen aufwiesen, in die Untersuchung eingeschlossen. Aus Blut dieser Patienten wurde DNA extrahiert. Alle 4 Exons des SDHD-Gens wurden mittels PCR amplifiziert und einer SSCP-Analyse unterzogen. Aberrierende Banden wurden entweder direkt oder nach einer Reamplifikation sequenziert. Bei 11 der 216 Patienten wurden insgesamt 7 verschiedene Mutationen im SDHD-Gen gefunden. Am häufigsten war der Austausch einer einzelnen Aminosäure (9mal), je einmal handelte es sich um eine Splice Defect- und eine Frameshift-Mutation. Sieben dieser Mutationen waren im ersten Exon lokalisiert, zwei in Exon 2 und je eine in Exon 3 und Exon 4. Weiterhin wurden drei Polymorphismen, je einer in Exon 1, 2 und 3 gefunden. Bei angebotenen Nachuntersuchungen von Familienangehörigen der Mutationsträger konnten bei 11 Angehörigen eine Mutation gefunden werden, bei 27 Verwandten konnte eine Genträgerschaft ausgeschlossen werden. Nach Mutationen im VHL-Gen, RET-Gen und SDHB-Gen sind Mutationen im SDHD-Gen die vierthäufigste Ursache für hereditäre Phäochromozytome. Patienten, bei denen ein Phäochromozytom diagnostiziert ist, sollte eine genetische Beratung angeboten werden. Allgemein sollte bei Patienten mit Phäochromozytom neben der klinischen Abklärung auf das Vorliegen einer Neurofibromatosis generalisata und der molekulargenetischen Testung auf Mutationen im RET, VHL-Gen, SDHB-Gen neuerdings auch die molekulargenetisceh Analyse des SDHD-Gens erfolgen. Das frühzeitige Wissen der Erkrankung durch die Identifizierung defekter Gene ermöglicht durch eine zeitgerechte Therapie, schwerwiegende Komplikationen zu verhindern.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Munk, Robin
- Contributors dc:contributor
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- Neumann, Hartmut P. H.
Subjects
dc:subject × 6Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1072
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1072