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Universität Bielefeld

Sind Noten sinnvoll? - Inklusion und schulische Diagnostik in der Oberstufe

Abstract

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Der vorliegende Abschlussarbeit beschäftigt sich eingehend mit der Rolle von Noten und Leistungsbewertungen im Kontext einer inklusiven Schulentwicklung, insbesondere in der gymnasialen Oberstufe in Deutschland. Dabei wird deutlich, dass das traditionelle System der Notenvergabe mit seinen selektiven Mechanismen und standardisierten Bewertungsmaßstäben den Anforderungen einer inklusiven Bildung, die auf die individuelle Förderung und Anerkennung aller Schüler:innen abzielt, nicht gerecht wird. Die Arbeit zeigt auf, dass Noten als Bewertungsinstrument nicht nur eine begrenzte Aussagekraft besitzen und vielfach subjektiven Verzerrungen unterliegen, sondern auch, dass sie dem Ziel einer wertschätzenden und individuell fördernden Lernkultur entgegenstehen. Durch die Analyse verschiedener Alternativen zur Notengebung, wie dialogische Leistungsbewertung, Portfolios, Kompetenz- und Bewertungsraster, sowie der Praxis an innovativen Schulformen wie der PRIMUS-Schule in Minden oder dem Oberstufen-Kolleg in Bielefeld, wird ein breites Spektrum an Möglichkeiten aufgezeigt, wie eine inklusiv orientierte Leistungsbewertung gestaltet werden kann. Diese Ansätze fördern nicht nur eine intensivere Auseinandersetzung der Lernenden mit ihrem eigenen Lernprozess, sondern auch eine stärkere Beteiligung und Eigenverantwortung, was wiederum die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen wie Selbstregulation und kritisches Denken unterstützt. Die Arbeit argumentiert, dass eine Abkehr von der traditionellen Notengebung und die Hinwendung zu alternativen Formen der Leistungsbewertung eine Chance darstellen, den schulischen Bildungsprozess stärker an den individuellen Bedürfnissen und Potentialen der Schüler:innen auszurichten. Dabei wird deutlich, dass hierfür strukturelle Veränderungen auf verschiedenen Ebenen des Bildungssystems notwendig sind, einschließlich einer Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen, der Lehrerausbildung und der schulischen Praxis. Abschließend plädiert die Arbeit für eine radikale Neuausrichtung der Leistungsbewertung im Sinne der Inklusion. Dabei wird betont, dass die Umsetzung einer solchen Vision nicht nur ein Umdenken in der Pädagogik und Bildungspolitik erfordert, sondern auch eine tiefgreifende Veränderung der schulischen Kultur und Praxis, in der die Anerkennung und Förderung der individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse aller Schüler:innen im Mittelpunkt steht.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
master
Grantor dc:publisher
Universität Bielefeld

Author and committee

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Author dc:creator
  • Junkern, Luka

Identifiers

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Repository record source_url
https://pub.uni-bielefeld.de/record/2989098
OAI identifier oai:identifier
oai:pub.uni-bielefeld.de:2989098

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Universität Bielefeld
Base URL
pub.uni-bielefeld.de/oai
Last updated
2026-07-27
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Junkern, Luka. Sind Noten sinnvoll? - Inklusion und schulische Diagnostik in der Oberstufe. master thesis, Universität Bielefeld, https://pub.uni-bielefeld.de/record/2989098