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Humboldt-Universität zu Berlin

Chandigarh's modern citizens, India's smart citizenry: (re)constituting subalternity

Abstract

dc:description.abstract

Während das “smart cities” Paradigma weltweit als Allheilmittel für das Management von städtischen Dienstleistungen angepriesen wird, hat „India’s 100 Smart Cities Transform-nation Mission“ entscheidend die Debatte über digitale Innovation und Nachhaltigkeit hinzu tieferen Fragen über sozio-ökonomische und räumliche Gerechtigkeit erweitert. Zunehmend argumentieren sowohl Unterstützter als auch Kritiker, dass technozentrische Ansätzen von bürgernäheren ersetzt werden sollten. Aber, was genau macht einen, smart(en) Bürger’ aus? Welche Rechte werden erworben und welche verloren, vor allem wenn man (nicht) als Mitglied des ‚smart‘ Milieus anerkannt wird? Der Fall Chandigarhs, als stark segregierte, aber höchst gefeierte modernist master-planning Ikone, veranschaulicht, wie Le Corbusiers Erbe zusammen mit technokratischen und city-branding Diskursen ausgenutzt wird, um die soziale Ungleichheit der Stadt aufrechtzuerhalten. Anstatt bürgerliche Teilnahme zu vereinfachen, beruht smartness in diesem Fall auf einem klassistischen Abstand zwischen denen, die Geschäfte über ihre Smartphones steuern, und denen, die als Eindringlinge in ihren Wohn- oder Arbeitsorten überwacht werden. Dennoch wird ‚Smart Chandigarh‘ nicht komplett zu einem ‚control room‘, da hier hoch komplexe algorithmische Technologien mit analogen Interventionen zusammengekoppelt werden, wie zum Beispiel öffentliche Befragungen, bestehend aus gewöhnlichen Umfragen und likes auf Facebook. Nichtdestotrotz, hat dies AktivistenInnen nicht etwa gestoppt, sondern eher motiviert, sich auf Gegenstrategien zu ‚smartness‘ zu fokussieren. Zusammenfassend wird festgehalten, dass eine ausschließlich epistemische Neuinterpretationen von ‚chatur Bürgerlichkeit‘ nicht ausreicht, um die materiellen und politischen Hindernisse der Arbeiterklasse auszuräumen, die diesen zur Erlangung ihrer verfassungsgemäßen Rechte im Wege stehen. Stattdessen bedeutet, das Digitale territorial zu denken, unbedingt die Institutionalisierung von (Il)Legalität, (In)Formalität, ‚dem Raster‘ und ‚der Peripherie‘ in Frage zu stellen.

Degree

thesis:*
Grantor dc:publisher
Humboldt-Universität zu Berlin
Year dc:date.issued
2020

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Ruiz Andrade, Michelle

Subjects

dc:subject × 14

Rights

dc:rights
Statement dc:rights
  • (CC BY-NC-SA 4.0) Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International
Language dc:language.iso
eng

Identifiers

dc:identifier.*

Chain of custody

source
Harvested from
Humboldt Universität zu Berlin
Base URL
edoc.hu-berlin.de/server/oai/request
Last updated
2026-08-21
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Ruiz Andrade, Michelle. Chandigarh's modern citizens, India's smart citizenry: (re)constituting subalternity. Humboldt-Universität zu Berlin, 2020. https://edoc.hu-berlin.de/18452/22242