Georg-August-Universität Göttingen
Einfluss der vertikalen Ganzkörpervibration unterschiedlicher Frequenz auf den osteoporotischen Lendenwirbelkörper der Ratte
Abstract
dc:descriptionUm den Einfluss der vertikalen Ganzkörpervibration mit verschiedenen Frequenzen auf den osteoporotischen Lendenwirbelkörper der Ratte zu untersuchen, wurden zu Beginn des Versuches 75 Ratten ovariektomiert und 15 Ratten SHAM-operiert. Nach 65 Tagen, in denen die Versuchstiere eine Osteoporose entwickelten, wurde mit der mechanischen Stimulation durch vertikale Vibration begonnen. Dabei wurden die Tiere in sechs Gruppen aufgeteilt, zum einen die nicht-osteoporotischen Tiere (SHAM) und eine ovariektomierte Kontrollgruppe (OVX), welche nicht vibriert wurden, zum anderen vier Gruppen ovariektomierter Tiere, welche mit den Frequenzen 35, 50, 70 und 90 Hz vibriert wurden (OVX 35 Hz, OVX 50 Hz, OVX 70 Hz und OVX 90 Hz). Über einen Zeitraum von 30 Tagen wurden die Tiere täglich 15 Minuten mit der ihnen zugeordneten Frequenz vibriert. Nach Dekapitation der Tiere wurden die Wirbelkörper präpariert und den einzelnen Untersuchungen zugeführt. Für das Erstellen der Mikroradiograp! hien wurden die LWK I in Methylmethacrylat eingebettet, nach Aushärtung konnten 100 µm (± 20 µm) dünne Sagittalschnitte angefertigt werden, welche geröntgt und fixiert wurden und im Anschluss für die mikroradiographische Auswertung zur Verfügung standen. Die LWK II wurden verascht und deren Knochenmineraldichte sowie der Calcium- und Phosphatgehalt bestimmt. Um die mechanische Belastbarkeit der Wirbelkörper zu erfassen, wurden die LWK IV in toto einem standardisierten biomechanischen Kompressionstest unterzogen. Die Auswertung zeigte tendenziell einen positiven Einfluss der WBV auf den osteoporotischen Knochen, besonders die Gruppe OVX 35 Hz profitierte von der mechanischen Stimulation, wohingegen die Vibrationsfrequenz von 90 Hz eher negative Auswirkungen auf morphologische Parameter, Knochenmineraldichte und Stabilität der Wirbelkörper im Kompressionstest hatte. Es zeigte sich bei der Korrelation der Ergebnisse eine starke Abhängigkeit der mechanischen Knochenstabilität von der Menge der Trabekelkreuzungen. Erstmalig wurde in der vorliegenden Studie auch der Calcium- und Phosphatgehalt in diesem Zusammenhang bestimmt. Der Calciumgehalt der Wirbelkörper unterschied sich zwischen den Gruppen nicht, der Phosphatgehalt dagegen verhielt sich weitestgehend analog zu den anderen erfassten Parametern, war also vergleichsweise hoch bei OVX 35 Hz und niedrig bei OVX 90 Hz. Weitere Versuche sind nötig, um den Zusammenhang zwischen einem hohen Phosphatgehalt und mechanischer Knochenstab! ilität genauer zu betrachten. Diese Studie zeigte, dass die vertikale WBV mit einer Frequenz von 35 Hz, 50 Hz oder 70 Hz die Knochenstruktur des osteoporotischen Lendenwirbelkörpers der Ratte im Experiment tendenziell positiv beeinflusst. Ob dieses Ergebnis durch täglich mehrmalige oder über einen längeren Zeitraum durchgeführte WBV weiter intensiviert werden kann, bleibt weiteren Untersuchungen überlassen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Döll, Carolin Juliane
- Contributors dc:contributor
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- Sehmisch, Stephan PD Dr.
- Stürmer, Ewa PD Dr.
- Kramer, Franz-Josef Prof. Dr. Dr.
Subjects
dc:subject × 10Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-946
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2834-6
webdoc-2834
660755939 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-B1A8-6