Abstract
dc:descriptionEinleitung: Bei der Beurteilung von zystisch konfigurierten renalen Raumforderungen stellt die Differenzierung zwischen einer benignen Läsionen und einem soliden Nierenzellkarzinomen (RCC) immer noch ein erhebliches klinisches Problem dar. Trotz des Gebrauchs hoch entwickelter Untersuchungsgeräte wie CT und MRT stehen die Kliniker vor dem Dilemma, das harmlose gutartige Befunde übertherapiert oder Karzinome unbehandelt bleiben.Methodik: 106 Patienten (64 Männer und 42 Frauen zwischen 20 und 80 Jahren, Mittleres Alter 61,4 Jahre) mit zystischen Nierenläsionen wurden chirurgisch an unserer Klinik im Zeitraum von 2000 bis 2008 behandelt. 66 Patienten wurden praeoperativ nur mittels CT und 8 nur mittels MRT untersucht. 32 Patienten wurden sowohl mittels CT als auch MRT untersucht. Für die Beschreibung bzw. Kategorisierung der Läsionen wurde die Klassifikation nach Bosniak mit ihren fünf Kategorien verwendet.Ergebnisse: 37 der 106 Patienten hatten ein histologisch nachgewiesenes Nierenzellkarzinom. Wir verglichen die morphologischen Kriterien: Form, Größe, Dicke von Wand und/oder Septen, Verkalkungsstrukturen, solide Anteile und Kontrastmittelverhalten. Von den 98 CT-untersuchten Läsionen wurden 15 in die Kategorie I eingestuft. 14 wurden in die Kategorie II/IIF, 49 in die Kategorie III und 20 in die Kategorie IV eingestuft. Nach histologischer Aufarbeitung zeigte jede Läsion der Kategorie I einen benignen pathologischen Befund. Eine Läsion der Kategorie II/IIF (7,1 %) wies ein Karzinom auf. In 19 Läsionen der Kategorie III (38,8 %) und 13 der Kategorie IV (65 %) konnte ein Karzinom nachgewiesen werden (p < 0,001). Bei den 40 MRT-untersuchten Läsionen fanden wir 2 Läsionen der Kategorie I (benigne), 9 der Kategorie II/IIF (2 maligne, 22,2 %), 15 der Kategorie III (6 maligne, 40 %) und 12 der Kategorie IV (9 maligne, 75 %); p = 0,052. In den 32 Fällen der mit CT und MRT untersuchten Läsionen zeigte sich im Vergleich, dass in 8 Fällen in der CT verschiedene morphologische Kriterien sich besser hervorhoben. Dadurch wurden die Läsionen gemäß des CT-Befundes einer höheren Kategorie (III) zugeordnet als im Rahmen der MRT-Untersuchung (II/IIF). In 2 dieser 8 Läsionen (25 %) konnte ein Karzinom nachgewiesen werden.Zusammenfassung: Die Bosniak-Klassifikation ist zwar nicht perfekt, aber eine gut geeignete Hilfestellung zur Beurteilung zystischer Nierenläsionen. Die Wahrscheinlichkeit des histologischen Nachweises eines Karzinoms steigt mit der Höhe der Kategorie. Aber selbst in der Kategorie IV nach Bosniak fand sich in 35% (CT) bzw. 25% (MRT) ein benigner histologischer Befund. CT und MRT sind gleichwertige Verfahren; sie zeigten in der großen Mehrzahl der Fälle einen gleichen Vorhersagewert bezüglich des Vorliegens eines Karzinoms Das MRT stellt eine gute Alternative zum CT dar. Es sind aber keine ergänzenden Verfahren.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Weide, Harald
- Contributors dc:contributor
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- Ringert, Rolf-Hermann Prof. Dr.
- Lotz, Joachim Prof. Dr.
- Crozier, Thomas Prof. Dr. Dr.
Subjects
dc:subject × 14Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-886
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2692-2
webdoc-2692
641312466 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-B13D-9