Georg-August-Universität Göttingen
Einfluss des Renin-Angiotensin-Systems auf die menschliche Erythropoetinproduktion unter normoxischen Bedingungen und nach Stimulation durch Fenoterol
Abstract
dc:descriptionEs gibt aktuelle Hinweise, die zeigen, dass Angiotensin II (AT II) als eine Art Schlüsseltransmitter stark in die Regulation der renalen Erythropoetin-Produktion involviert ist. In unserer Studie zeigten wir einen signifikanten Einfluss des Renin-Angiotensin-Systems (RAS) auf die Erythropoetin-Produktion nach Stimulation durch das ß2-Sympathomimetikum Fenoterol.Methoden: 36 junge, gesunde Männer wurden auf 3 Gruppen verteilt, wobei die erste Gruppe (n=12) 150ml /h Elektrolyt-Lösung (PLACEBO) über eine Zeitraum von 6 Stunden i. v. erhielt, die zweite Gruppe (n=12) erhielt Fenoterol in einer Dosierung von 1,5µg/Min. mit Natriumchloridlösung als Trägermedium (FENOTEROL) und die dritte Gruppe erhielt eine Kombination aus Fenoterol in gleicher Dosierung plus 50mg Losartan einmalig oral als selektivem AT-II1-Rezeptor-Antagonisten (KOMBINATION) in einer offenen placebokontrollierten und randomisierten Studie.Ergebnisse: Wir konnten zeigen, dass 6 Stunden nach der Medikamentengabe die Erythropoetin-Produktion in der FENOTEROL-Gruppe im Maximum auf 156% (p<0,05) anstieg, wobei der Anstieg in den beiden anderen Gruppen eher gering blieb (60% vs. 77%). Es gab eine 1,5fach höhere AUCEPO(0-24h) in der FENOTEROL-Gruppe im Vergleich zu den beiden anderen Gruppen. Wie erwartet zeigte sich eine Akkumulierung des AT II nach Blockade seines Rezeptors (KOMBINATION). In der gleichen Gruppe zeigte sich die Plasma-Renin-Aktivität (PRA) um 659% erhöht (AUCPRA(0-24h) vs. PLACEBO). In der FENOTEROL-Gruppe zeigte sich eine Plasmarenin-Aktivitätserhöhung um lediglich 106%.Zusammengefasst: Die Gabe von Fenoterol aktiviert das RAS, was zu einer Erhöhung des AT II im Organismus führt. AT II fungiert offenbar als Schlüsseltransmitter in der Erythropoetin-Produktion, denn die Stimulation des AT-II1-Rezeptors führt zu einer Erhöhung der Erythropoetin-Serum-Konzentration, während die gleichzeitige Blockade des Rezeptors eine Steigerung der Erythropoetin-Produktion vermissen lässt.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Schenck, Tim
- Contributors dc:contributor
-
- Brockmöller, Jürgen Prof. Dr.
- Jarry, Hubertus Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 13Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
-
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-873
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2671-1
webdoc-2671
641329008 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-B116-0