Georg-August-Universität Göttingen
Screening für Demenzen bei Hochaltrigen: Eine Erprobung in Hausarztpraxen
Abstract
dc:descriptionHintergrund:. Ziel der vorliegenden Studie war es zu untersuchen, welches Demenz-Screeningverfahren sich am besten eignet zur Gruppendifferenzierung zwischen auffällig versus nicht auffällig dement und welche Items/Subtests des Screeningverfahrens wiederum am besten die beiden o. g Gruppen trennen in der hochaltrigen(>75 Jahre) Bevölkerung.Methodik: Eingeschlossen in die Studie wurden folgende Testverfahren: MMST, MMT, TFDD, KMS. DemTect, RDST, Uhren-Test. Die Studie wurde in der psychiatrischen Abteilung der Universitätsklinik Göttingen in dem Zeitraum März 2003 April 2004 durchgeführt. Es wurden 90 Patienten im Alter von über 75 Jahren in der Studie untersucht. Das Durchschnittsalter unserer Probanden betrug 80,5 Jahre. Bei der Studie handelte es sich um eine im Längsschnitt überprüfte Validierung an einem klinischen Gesamturteil. In neun verschiedenen Arztpraxen und in der Gedächtnissprechstunde der Universität wurden die Patienten rekrutiert und anhand eines Screeningverfahrens welches sich aus Subtests verschiedener bek. Screeningverfahren zusammensetzte, untersucht. Nach dieser Testung sollte das Vorliegen einer Demenzerkrankung unabhängig beurteilt werden. Aus diesem Grunde erfolgte nach mehren Wochen eine weitere Untersuchung von einem Mitarbeiter der Gedächtnissprechstunde in Form eines Interviews und neuropsychologischer Testungen, um die Screeningtests an einem anderen Kriterium messen zu können. Mit Hilfe einer Globalbeurteilung erfolgte dann die Einteilung der Probanden in nicht dement und leichtes dementielles Syndrom durch den Zweituntersucher.Ergebnisse: Alle Screeningverfahren zeichneten sich aus durch eine sehr gute Signifikanz um 0,00, d. h sie sind im Grunde alle geeignet die Patientengruppen voneinander zu trennen. Jedoch am besten erscheint nach der Betrachtung der Signifikanzen und der Effektstärke (Cohens-d-Wert) der DemTect und der MMT. Beide Testverfahren zeichneten sich außerdem durch eine geringe Bildungsabhängigkeit mit einer Korrelation von 0,26 bzw. 0,25 aus. Der KMS zeigte die größte Bildungsabhängigkeit. Bei Betrachtung der Subtests/Einzelitems zeigte sich anhand der Regressionsanalyse, dass sich die Subtests Wortflüssigkeit, Wortliste lernen, und verzögerter Abruf, der Uhrentest und Serial Seven am besten eignen zur Gruppendifferenzierung in der hochaltrigen Bevölkerung. Auf dieser Basis haben wir ein neues mögliches Testverfahren zusammengestellt. Dieser Test besteht aus den Subtests Serial Seven, Shulman-Uhr, Wortliste verzögerter Abruf und Wortflüssigkeit Tiere.Schlussfolgerung: Mit diesem evt. neuen Testverfahren ist es nun gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, das auch für die Altersgruppe der über 75-Jährigen geeignet ist, da alle gängigen Screeningverfahren in der Gruppe der Hochaltrigen kaum normiert sind. Aber genau diese Patienten über 75 Jahre sind die Patienten, die in der Zukunft den größten Anteil der Demenzpatienten stellen werden. Außerdem erfüllt das evtl. Testverfahren die Kriterien, die einen guten Test ausmachen. Die Subtests weisen keine Bildungsabhängigkeit auf. Die einzelnen Items prüfen in dieser Testzusammensetzung genau die Bereiche, die bei den Demenzen häufig und früh betroffen sind. Hierzu zählen Gedächtnisstörungen, Wortfindungsstörungen, die Abstraktionsfähigkeit und die Visokonstruktion. Die Items zeichnen sich in der Durchführung durch eine gute Akzeptanz bei den Patienten aus. Der Test kann mit einem geringen Zeitaufwand in 10-15 min durchgeführt werden. Dieses ist wichtig, damit der Test im Praxisablauf in der Allgemeinarztpraxis durchführbar ist. Außerdem kommt es bei 10 -15 min nicht zu einer Verschlechterung der Ergebnisse durch Konzentrationsmangel.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Buß, Kirsti
- Contributors dc:contributor
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- Stoppe, Gabriela Prof. Dr.
- Kochen, Michael M. Prof. Dr.
- Nau, Roland Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 13Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-817
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2533-4
webdoc-2533
63380519X - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AFA8-8