Georg-August-Universität Göttingen
Retrospektive klinische Studie zum Langzeitverhalten von In-Ceram-Einzelzahnkronen über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren
Abstract
dc:descriptionGlas-infiltrierte aluminiumoxid-basierte Restaurationen (In-Ceram) werden seit über 20 Jahren klinisch angewendet. Allerdings sind bis heute die Ergebnisse zur Erfolgswahrscheinlichkeit dieser Art von Zahnersatz nur mit klinischen Verweildauern mittlerer Größenordnung (über mindestens 3 Jahre) verfügbar. Diese retrospektive Untersuchung evaluiert die Langzeitüberlebensrate von konventionell zementierten In-Ceram-Einzelzahnkronen mit einer maximalen Beobachtungszeit von 17,7 Jahren (mittlere Beobachtungszeit 12,8 Jahre) sowie den Einfluss der Zahnposition auf die Überlebens- und Erfolgsrate dieser Restaurationsform. Insgesamt 60 Patienten (31 Frauen und 29 Männer) der Abteilung Prothetik der Universitätszahnklinik in Göttingen wurden im Rahmen dieser Studie nachuntersucht. Diese Patienten haben insgesamt 229 In-Ceram-Kronen in den Jahren 1991-1999 erhalten, wovon 129 im Frontzahnbereich und 100 im Seitenzahnbereich inseriert wurden. Zum einen wurden die zeitabhängige Überlebensrate (in-situ-Kriterium) und zum anderen die Erfolgsrate (ereignisfreie Restaurationen) nach Kaplan-Meier ermittelt. In insgesamt 41 Fällen war es zu einem Verlust der Restauration gekommen. Daraus ergibt sich eine Überlebensrate von 77,3% nach 15 Jahren. Die Erfolgsrate betrug 68,9%. Von den 129 Frontzahnkronen gingen 17 verloren. Dies entspricht einer Überlebensrate von 85,9% nach 15 Jahren. Im anterioren Bereich ergab sich eine Erfolgsrate von 74,5%. Für den Seitenzahnbereich wurden 14 Verluste festgestellt, dies entspricht einer Überlebenswahrscheinlichkeit von 64,6% nach 15 Jahren. Die Erfolgswahrscheinlichkeit betrug hier 54,2%. Der durchgeführte Log-Rang-Test offenbarte einen signifikanten Einfluss der Lokalisation der Kronen im Mund auf ihre Überlebensrate und ihre Erfolgswahrscheinlichkeit. Die klinischen Erfolgsraten von In-Ceram-Kronen nach 15 Jahren im Frontzahnbereich sind denen von Verblendmetallkeramik-Kronen (VMKs) vergleichbar, welche für diese Indikation als Standard gelten. Signifikant schlechtere Überlebens- und Erfolgsraten von In-Ceram-Kronen konnten im Seitenzahnbereich eruiert werden. Die meisten Verluste wurden durch biologische Komplikationen verursacht, die häufigste technische Misserfolgs-Ursache waren Frakturen der Verblendkeramik. In manchen klinischen Fällen ist aufgrund eines reduzierten Hartsubstanzangebotes eine Versorgung mit In-Ceram-Restaurationen nicht möglich.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Tsigaras, Athanasios
- Contributors dc:contributor
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- Hüls, Alfons Prof. Dr. Dr.
- Knösel, Michael PD Dr.
Subjects
dc:subject × 12Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-815
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2528-7
webdoc-2528
635339099 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AFA6-C