Georg-August-Universität Göttingen
Einfluss einer leitliniengerechten Behandlung des arteriellen Hypertonus auf echokardiographische Parameter der diastolischen Funktion
Abstract
dc:descriptionEinleitung: Kardiovaskuläre Erkrankungen sind auch heute trotz noch der häufigste Grund für Morbidität und Mortalität in Deutschland und damit auch ein nicht unerheblicher Kostenfaktor im Gesundheitssystem. Dabei kommt dem arteriellen Hypertonus in seiner Rolle als Risikofaktor aufgrund seiner hohen Prävalenz eine besondere Bedeutung zu. Neben seiner Rolle als Risikofaktor für die koronare Herzkrankheit und den Schlaganfall, spielt er auch eine Rolle bei der Entstehung und Progression einer diastolischen Dysfunktion. Methoden: In dieser Arbeit wurden 713 Patienten im Alter zwischen 50 und 85 Jahren untersucht, die aus einem hausärztlich betreuten Risikokollektiv rekrutiert wurden. Neben einer ausführlichen kardiologischen Anamnese und einer klinischen Untersuchung wurden ein EKG sowie eine Echokardiographie mit besonderer Beachtung der diastolischen Parameter durchgeführt. Ergebnisse: 632 (88,6%) der rekrutierten Patienten gaben an, dass ein arterieller Hypertonus bei ihnen bekannt sei oder nahmen antihypertensive Medikation ein. Insgesamt konnte nur bei 194 (27,2%) der eingeschlossenen Patienten der Blutdruck als kontrolliert bezeichnet werden. Hier zeigte sich, dass Frauen signifikant häufiger kontrolliert waren als Männer (32,4% vs. 21,2%, p<0,05). Ebenso waren die Kontrollraten jüngerer Patienten signifikant höher als bei älteren Patienten. Echokardiographisch zeigte sich, dass sowohl der linksventrikuläre Massenindex (LVMI) als auch der der linksatriale Durchmesser (LAD) vom gemessenen Blutdruck abhängig sind. Vergleicht man Patienten, die entsprechend den Leitlinien behandelt wurden mit jenen, bei denen die Leitlinien nicht eingehalten wurden, erkannte man einen Unterschied zwischen beiden Gruppen sowohl für den LVMI (p<0,001) als auch für den LAD (p=0,098) und das Vorhandensein einer diastolischen Dysfunktion (p=0,023). Untersuchte man das Vorhandensein einer diastolischen Dysfunktion in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren, erkannte man dass diese signifikant abhängig vom Alt er (p<0,001) als auch vom BMI (p<0,001) der Patienten war. Tendenziell war auch eine Abhängigkeit von der Einhaltung der Leitlinien (p=0,052) zu erkennen. Insgesamt zeigte sich, dass Frauen (p<0,001) häufiger leitliniengerecht behandelt wurden als Männer. Als Komorbidität, die eine Rolle bei der Einhaltung der Leitlinien spielten, war lediglich die KHK (p<0,001) von Bedeutung. Der Diabetes mellitus (p=0,578) hatte hier keinen relevanten Einfluss. Diskussion: Insgesamt ist festzustellen, dass im rekrutierten Kollektiv eine unzureichende Einstellung der Blutdruckwerte erreicht wurde. Dies ist von besonderer Bedeutung, da echokardiographisch nachgewiesen konnte, dass eine leitliniengerechte Therapie eines arteriellen Hypertonus sich positiv auf Parameter der diastolischen Funktion auswirkte. Es besteht also weiterhin die Notwendigkeit einer effektiveren Blutdrucktherapie sowie der Identifikation und intensivierten Behandlung von Hochrisikopatienten und der weiteren Erforschung und Analyse der Hintergründe.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Bremecker, Kerstin
- Contributors dc:contributor
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- Wachter, Rolf PD Dr.
- Hasenfuß, Gerd Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 11Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-762
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2293-6
webdoc-2293
659406993 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF72-D