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Georg-August-Universität Göttingen

Versorgungsstrategien von Wirbelfrakturen des thorakolumbalen Übergangs

Abstract

dc:description

Ziel dieser retrospektiven Studie war es, neue Erkenntnisse in der Behandlungsstrategie von thorakolumbalen Frakturen zu gewinnen. Die etablierten Richtlinien der unfallchirurgischen Abteilung des Universitätsklinikums Göttingen wurden dabei kritisch daraufhin evaluiert, ob eine rein dorsale Vorgehensweise bei thorakolumbalen Wirbelsäulenfrakturen den heutigen Standards entspricht. Der Fokus der Untersuchung lag auf der Identifikation von Zusammenhängen zwischen radiologischen Langzeitergebnissen von A3-Frakturen und den erhobenen objektiven sowie subjektiven Daten. Das Studienkollektiv setzte sich aus insgesamt 156 Patienten mit thorakolumbalen Frakturen zusammen. Von 55 Patienten konnten vollständige radiologische Verläufe evaluiert sowie eine klinische Nachuntersuchung durchgeführt werden. Alle Teilnehmer wurden im Zeitraum vom Juli 1993 bis Januar 2003 mit A3-Frakturen im thorakolumbalen Übergang in der unfallchirurgischen Abteilung des Universitätsklinikums Göttingen operativ mittels isolierter dorsaler Stabilisierung versorgt. Nach der AO-Klassifikation von Magerl (1994) handelt es sich dabei um A3-Berstungsfrakturen, darunter waren 16 A3.1-, 17 A3.2- und 22 A3.3-Frakturen. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie legen nahe, dass bei einem Kyphosewinkel von 20° postoperativ, bei laminektomierten Patienten sowie bei der LWK-1-Lokalisation eine alleinige dorsale Stabilisierung oft zu schlechten Ergebnissen führt. Bei den drei identifizierten Risikofaktoren ist eine zusätzliche ventrale Vorgehensweise zu diskutieren. Der Frakturtyp, die am Unfalltag gemessenen Grunddeckplattenwinkel sowie die kranial und kaudal der Fraktur gemessenen Bandscheibenzwischenräume erlauben keine Aussage über das funktionelle Ergebnis postoperativ. Der Hauptanteil des sekundären Korrekturverlustes ist auf das Zusammensintern der Disci intervertebrales und nicht wie bisher angenommen nur auf die knöcherne Struktur des frakturierten Wirbelkörpers zurückzuführen. Die Berücksichtigung der Intervertebralräume als Hauptverursacher des sekundären Korrekturverlustes sollte stärker ins Therapiekonzept miteinbezogen werden.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Baum, Daniela Susanne
Contributors dc:contributor
  • Frosch, Karl-Heinz PD Dr.

Subjects

dc:subject × 20

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-759
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2278-9
webdoc-2278
625877519
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF6F-8

Chain of custody

source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Baum, Daniela Susanne. Versorgungsstrategien von Wirbelfrakturen des thorakolumbalen Übergangs. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AF6F-8