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Georg-August-Universität Göttingen

Assoziation von Genpolymorphismen der 5 flankierenden Region des Interleukin-10-Gens auf das Überleben oder die Remissionsrate beim aggressiven Non-Hodgkin-Lymphom

Abstract

dc:description

Das Non-Hodgkin-Lymphom ist eine Erkrankung des Immunsystems und unterliegt komplexen biologischen Vorgängen, die durch eine Vielzahl von Zytokinen gesteuert werden. Die Expression und Ausschüttung des Zytokins IL-10 ist beim Non-Hodgkin-Lymphom dereguliert. Die Vorgänge der Deregulierung des Immunsystems bei Lymphomerkrankungen und deren Auswirkung auf den klinischen Verlauf sind noch ungenügend verstanden. In dieser Arbeit wurde untersucht, inwieweit Genvariationen im IL-10-Genlokus mit dem klinischen Verlauf des aggressiven NHL assoziiert sind. Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit wurde gezeigt, dass mittels Multiplex-PCR und der sich anschließenden Fragmentlängenanalyse Genvariationen innerhalb der 5 flankierenden Region des IL-10-Gens an drei geographisch verschiedenen Kohorten nachgewiesen werden können. Im zweiten Teil wurden Proben einer Gruppe von 500 Patienten aus der NHL-B1/B2-Studie der DSHNHL aufbauend auf den Methoden aus dem ersten Teil der vorliegenden Arbeit genotypisiert und die Allelfrequenzen der IL-10-Promotor-Region analysiert und mit klinischen Daten verglichen. Die Patientengruppe wurde anschließend einer gesunden Kontrollgruppe gegenübergestellt. In der Patientengruppe hatten die Träger des Genotyps IL-10 -7400 DelDel und die Träger des Genotyps IL-10 -6752 TT ein signifikant kürzeres kumulatives Gesamtüberleben (OS). Es zeigte sich zudem in der Patientengruppe, dass die Träger des Genotyps IL-10 -3538 AA fast doppelt so häufig einen IPI > 2 haben als Träger anderer Genotypen. Die Analysen des SNP -1087 A/G im IL-10-Gen-Promotor mittels der TaqMan®-PCR haben gezeigt, dass die Frequenzen der IL-10 -1087 Allele und die entsprechenden Genotypen sich nicht signifikant unterscheiden, wenn man die Patienten-Kohorte mit der gesunden Kontrollgruppe vergleicht. Ein erhöhtes Vorkommen des IL-10 -1087 G-Allels konnte nicht beobachtet werden. Es zeigte sich kein Unterschied in OS oder EFS zwischen den Patienten mit dem IL-10 -1087 AA Genotyp und den anderen Genotypen. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit unterstützen die Hypothese, dass genetische Polymorphismen innerhalb der 5 flankierenden Region des IL-10-Gens mit prognostischen Faktoren assoziiert sind sowie auf eine schlechte Prognose des aggressiven NHL hinweisen können.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Hua, Thanh Duc
Contributors dc:contributor
  • Kube, Dieter Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 14

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-739
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2076-6
webdoc-2076
616676115
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF5B-3

Chain of custody

source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Hua, Thanh Duc. Assoziation von Genpolymorphismen der 5 flankierenden Region des Interleukin-10-Gens auf das Überleben oder die Remissionsrate beim aggressiven Non-Hodgkin-Lymphom. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AF5B-3