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Georg-August-Universität Göttingen

Neurogenese und Apoptose im hippokampalen Gyrus dentatus bei Autopsiefällen nach hypoxischem Hirnschaden und Subarachnoidalblutung

Abstract

dc:description

Der hypoxische Hirnschaden ist die Hauptursache für Komplikationen nach primär erfolgreicher kardiopulmonaler Reanimation und führt zu schwersten Schäden im Hippokampus und Neokortex.Die spontane Subarachnoidalblutung (SAB) durch Aneurysmaruptur ist die häufigste intrakranielle Blutung zwischen 35 und 65 Jahren - 30% der Patienten versterben bereits prähospital.Die vorliegende Arbeit befasste sich mit dem Einfluss des hypoxischen Hirnschadens bzw. der SAB auf adulte Neurogenese und Apoptose im hippokampalen Gyrus dentatus, als mögliche hirneigene zelluläre regenerative Mechanismen. Retrospektiv wurden Gewebeproben des Hippokampus von 22 Autopsiefällen mit hypoxischem Hirnschaden, 11 mit SAB und 19 Kontrollfällen ohne neuropathologische Auffälligkeiten histologisch und immunhistochemisch untersucht.Im Gyrus dentatus der Fälle mit hypoxischem Hirnschaden stellten wir eine signifikant höhere Dichte Tuc-4-markierter unreifer Körnerzellen und junger Calretinin-exprimierender Neuronen im Vergleich zu den Kontrollen fest (p = 0,0002 bzw. 0,0001). Vergleichbar stieg allerdings auch die Dichte apoptotischer Körnerzellen an (gemessen durch In-situ-tailing und morphologische Kriterien) (p = 0,014). Weiterhin fanden wir Hinweise darauf, dass erstens im Verlauf nach dem hypoxischen Ereignis sich die adulte Neurogenese noch steigerte, und dass zweitens die adulte Neurogenese nach einem hypoxischen Ereignis bei älteren Patienten weniger stark ausgeprägt war. Im Gegensatz dazu wurden bei den Kontrollfällen weder die Dichte apoptotischer, noch die Tuc-4- oder Calretinin-exprimierender Zellen vom Alter beeinflusst.In den Fällen mit SAB fanden wir ebenfalls eine signifikant erhöhte Dichte Tuc-4- und Calretinin-exprimierender Zellen im Gyrus dentatus (p = 0,001 bzw. p = 0,036), mussten aber gleichzeitig auf methodische Probleme dieser Gruppe hinweisen, insbesondere deren Inhomogenität.Insgesamt wurde also sowohl ein Anstieg von adulter Neurogenese als auch von Apoptose nach hypoxischem Hirnschaden beobachtet. Inwieweit adulte Neurogenese im Gyrus dentatus für therapeutische oder rehabilitative Zwecke genutzt werden könnte, ist noch Gegenstand zukünftiger Forschung.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Mattiesen, Wulf
Contributors dc:contributor
  • Nau, Roland Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 13

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-729
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1955-9
webdoc-1955
627330762
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF51-8

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source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Mattiesen, Wulf. Neurogenese und Apoptose im hippokampalen Gyrus dentatus bei Autopsiefällen nach hypoxischem Hirnschaden und Subarachnoidalblutung. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AF51-8