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Georg-August-Universität Göttingen

Das Dokumentationsverhalten von Hausärzten am Beispiel von Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen - Vergleich der rein EDV-basierten vs. EDV- und handschriftlichen Dokumentation hinsichtlich der Nutzbarkeit für elektronische Datenbanken

Abstract

dc:description

Ausgangspunkt: Die Dokumentation des Arzt-Patienten-Kontaktes erfolgt in Hausarztpraxen zunehmend elektronisch. Ein Teil der Hausärzte dokumentiert neben der EDV-Dokumentation weiterhin handschriftlich in einer Papierakte. Es stellt sich die Frage, ob EDV-Daten aus Praxen mit zusätzlicher handschriftlicher Dokumentation als Basis für wissenschaftliche Fragestellungen benutzt werden können. Methode: Die Inhalte der EDV-Akten aus rein elektronisch dokumentierenden Praxen (145 Patientendatensätze aus sieben Praxen) wurden mit denen aus zweigleisig dokumentierenden Praxen (142 Patientendatensätze aus zwölf Praxen) verglichen. Die Auswertung der Patientenakten mit den Diagnosen Asthma bronchiale und COPD umfasste einen Zeitumfang von sechs Quartalen. Ergebnisse: Bei Praxen mit EDV-basierter und handschriftlicher Dokumentation fand sich ein wesentlicher Teil der Routinedaten nur in der Papierakte. So waren Auskultationsbefunde in 85%, Lungenfunktionstests in 84% und Symptome in 73% der Fälle ausschließlich handschriftlich dokumentiert. Erkrankungsbezogene Nebendiagnosen und Medikamente waren hingegen in 94% und 91% elektronisch erfasst. Würde nur die EDV-Akte ohne Berücksichtigung der handschriftlichen Dokumentation ausgewertet, würden in einzelnen Kategorien bis zu 45% der Informationen verloren gehen. In 4,9% der Fälle lagen inkongruente Diagnosen zwischen der Papier- und EDV-Dokumentation vor. Der Dokumentationsumfang ist in Praxen mit zweigleisiger Dokumentation größer. Schlussfolgerung: Für die Erforschung von Fragen der Patientenversorgung in Hausarztpraxen anhand der ärztlichen EDV-Dokumentation sollten primär Praxen mit rein elektronischer Dokumentation eingeschlossen werden, da in Praxen mit gleichzeitig geführter Papierakte mit einem hohen Verlust an Informationen gerechnet werden muss.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Siegel, Alexander
Contributors dc:contributor
  • Ahrens, Dirk Dr.
  • Kochen, Michael M. Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 17

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-726
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1946-9
webdoc-1946
615289363
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF4E-1

Chain of custody

source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Siegel, Alexander. Das Dokumentationsverhalten von Hausärzten am Beispiel von Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen - Vergleich der rein EDV-basierten vs. EDV- und handschriftlichen Dokumentation hinsichtlich der Nutzbarkeit für elektronische Datenbanken. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AF4E-1