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Georg-August-Universität Göttingen

Management der tiefen Beinvenenthrombose

Abstract

dc:description

Einleitung: Die Diagnostik und Therapie der tiefen Beinvenenthrombose (tVT) hat sich in den letzten Jahren durch Labortests wie D-Dimere, bildgebende Verfahren wie die Duplexsonographie und den Einsatz niedermolekularer Heparine stark gewandelt, sodass eine ambulante Therapie zum Standard (zumindest in angelsächsischen Ländern) geworden ist. Ziel: Die Etablierung neuer diagnostischer und therapeutischer Optionen im klinischen Alltag in Deutschland soll retrospektiv untersucht werden. Eine prospektive Untersuchung soll ergänzend die Testgüte der körperlichen Untersuchung zur Diagnostik der tVT in einem primärärztlichen Patientenkollektiv überprüfen. Methoden: Retrospektiv wurden Daten aus Krankenblättern der Doppeljahrgänge 1990/1, 1995/6 sowie 2000/1 in einer phlebologischen Schwerpunktpraxis und im ortsansässigen Krankenhaus in der Stadt Northeim erhoben. Prospektiv wurden von 2001 bis 2003 in einer phlebologischen Gemeinschaftspraxis alle hausärztlich überwiesenen Patienten mit dem Verdacht auf tVT erfasst. Ergebnisse: Insgesamt konnten 1195 Patienten eingeschlossen werden. Im Untersuchungszeitraum hat die Duplexsonographie die Phlebographie als Untersuchungsmethode der ersten Wahl verdrängt. D-Dimere wurden erst in den Jahren 2000/1 in den diagnostischen Prozess nennenswert integriert. Nahezu alle Patienten der Spezialistenpraxis (97% in 2001), aber nur 60% der Patienten im Krankenhaus wurden ambulant behandelt. Im Krankenhaus wurden signifikant mehr ausgedehnte tVTs diagnostiziert. Die körperliche Untersuchung erlaubte keinen ausreichend sicheren Ausschluss einer tVT bei 114 hausärztlich überwiesenen Patienten. Schlussfolgerungen: Nicht invasive diagnostische Verfahren haben sich im Untersuchungszeitraum auch in Deutschland als Standard durchgesetzt. Die ambulante Therapie ist neuer Standard bei Patienten, deren Diagnostik bereits im ambulanten Sektor durchgeführt wurde, nicht jedoch bei Patienten, die zur Diagnostik initial im Krankenhaus vorgestellt wurden. Die Schwere des Krankheitsbildes dürfte diesen Unterschied nur zum Teil erklären. Hausärzte können ohne Einsatz bildgebender Verfahren eine tVT nicht ausreichend sicher ausschließen, so dass die Kooperation mit Spezialisten erforderlich ist.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Schlehahn, Felix Konstantin
Contributors dc:contributor
  • Kochen, Michael M. Prof. Dr.
  • Kretschmer, Lutz Prof. Dr.
  • Köhler, Wolfgang Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 14

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-712
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1677-9
webdoc-1677
576959332
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF41-C

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source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Schlehahn, Felix Konstantin. Management der tiefen Beinvenenthrombose. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AF41-C