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Georg-August-Universität Göttingen

Untersuchung zur Prävalenz von dentalen Erosionen bei Göttinger Kindergartenkindern und Analyse potentieller Risikofaktoren für Erosionen

Abstract

dc:description

Ziel der Studie: In der vorliegenden Studie wurden die Prävalenz sowie der Schweregrad und die Lokalisation von Erosionen bei Göttinger Kindergartenkindern ermittelt. Ferner wurden potentielle Risikofaktoren für das Auftreten von Erosionen untersucht.Patienten und Methode: 463 Kinder im Alter zwischen 2 und 7 Jahren nahmen an der Studie teil. Erosive Läsionen wurden anhand des Index nach O Sullivan (2000) klassifiziert. Mit Hilfe eines Anamnesebogens wurden Allgemeinerkrankungen sowie Mundhygiene- und Ernährungsgewohnheiten der Kinder ermittelt. Von 355 Kindern konnte zusätzlich unstimulierter Speichel gewonnen werden, dessen Kalzium- und Phosphatkonzentration ermittelt wurde. Der Einfluss der Mundhygiene- und Ernährungsgewohnheiten auf das Auftreten von Erosionen wurde statistisch durch verschiedene Regressionsanalysen untersucht. Mit Hilfe eines t-Tests wurden Unterschiede der Kalzium- und Phosphatkonzentrationen zwischen Kindern mit und ohne Erosionen ermittelt.Ergebnisse: 32% der 463 untersuchten Kinder wiesen mindestens einen Zahn mit Erosionen auf, wobei nur Zähne der ersten Dentition betroffen waren. Die Prävalenz der Erosionen stieg mit zunehmendem Alter der Kinder an. Bei 13,2% aller Untersuchten war nicht nur der Schmelz, sondern auch das Dentin von Erosionen betroffen. Im Oberkiefer waren 11,7% der Zähne betroffen, während im Unterkiefer nur 3,8% der Zähne Erosionen aufwiesen. Im Oberkiefer waren die Inzisivi mit 15-25% am häufigsten betroffen, gefolgt von den Eckzähnen und den Molaren. Im Unterkiefer waren die Eckzähne mit 5-6% am häufigsten betroffen, gefolgt von den Molaren und den Inzisivi. Die statistische Auswertung zeigte keinen Zusammenhang zwischen den Ernährungs- und Mundhygienegewohnheiten der Probanden und dem Auftreten von Erosionen. Nur Kinder, die sich selbständig die Zähne putzen, zeigten signifikant häufiger schwerere Erosionen als Kinder, denen ihre Eltern die Zähne putzen. Zwischen der Kalzium- und Phospatkonzentration im Speichel der Kinder mit und ohne Erosionen lag kein signifikanter Unterschied vor.Schlussfolgerung: Die vorliegende Studie zeigt, dass etwa ein Drittel aller Kinder von erosivem Zahnhartsubstanzverlust betroffen ist, wobei die meisten Kinder nur wenige Erosionen haben. Wenige Kinder zeigen eine hohe Anzahl erosiver Defekte, die auch häufig bis in das Dentin reichen. Da in der vorliegenden Studie potentielle Risikofaktoren nicht sicher identifiziert werden konnten, werden weitere Untersuchungen zur Analyse möglicher Risikofaktoren empfohlen.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Müller, Jan Gerrit
Contributors dc:contributor
  • Attin, Thomas Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 15

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-681
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1264-5
webdoc-1264
579211622
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF22-1

Chain of custody

source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Müller, Jan Gerrit. Untersuchung zur Prävalenz von dentalen Erosionen bei Göttinger Kindergartenkindern und Analyse potentieller Risikofaktoren für Erosionen. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AF22-1