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Georg-August-Universität Göttingen

Studies on the control and function of chromatin fragmentation during apoptosis

Abstract

dc:description

Während der Apoptose in eukaryotischen Zellen tritt häufig eine charakteristische Spaltung des Chromatins in nukleosomale Fragmente auf, die durch eine speziell während der Apoptose aktivierte DNase (DFF40 bzw. CAD) katalysiert wird. In dieser Arbeit werden zunächst im in-vitro-Ansatz Faktoren charakterisiert, die die Aktivität von DFF40/CAD beeinflussen. Dabei kommen sowohl rekombinant in Hefen oder Bakterien produzierte und aufgereinigte Proteine als auch Proteinextrakte aus verschiedenen Lymphom-Zellkulturen zum Einsatz. Es wird gezeigt, dass sowohl verschiedene rekombinante menschliche H1 Histon-Subtypen als auch H1 Histone aus apoptotischen und nicht-apoptotischen Zellen keine signifikanten Unterschiede in der Wirkung auf die apoptotische DNase DFF40 haben. Dennoch sind die Bereitschaft zur Apoptose und die Fähigkeit zur apoptotischen DNA-Fragmentierung in verschiedenen Tumor-Zelllinien verschieden stark ausgeprägt. So geht fehlende DNA-Spaltung in der Lymphom-Zelllinie Raji mit einer erhöhten Apoptoseresistenz einher, während die gleichen Bedingungen in einer anderen Lymphom-Zelllinie (Jurkat) eine schnell fortschreitende Apoptose induzieren. Auch Proteinextrakte aus diesen Zellen zeigen deutlich verschiedene Effekte in der Wirkung auf DFF40. Da DNA-Schäden ihrerseits Apoptose auslösen können, wird im zweiten Teil der Arbeit im in-vivo-Ansatz mit Lymphom-Zellkulturen überprüft, ob das Ausbleiben der nukleosomalen DNA-Fragmentierung in manchen Zelllinien eine erhöhte Apoptoseresistenz mitverursachen kann. Dazu werden die apoptotischen Eigenschaften verschiedener Lymphomzellen näher charakterisiert und ein Verfahren zur Überexpression bestimmter Proteine nach stabiler Transfektion in den humanen Lymphom- Zellen etabliert. Es wird ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der initialen apoptotischen DNA-Fragmentierung und dem schnellen Fortschritt der Apoptose, gemessen an den Kinetiken der Caspase-Aktivitäten, nachgewiesen. Dies stützt die Hypothese eines positiven apoptotischen Rückkopplungsmechanismus in Zellen die zur nukleosomalen DNA-Spaltung durch DFF40 fähig sind, der durch verstärkte DNA-Schäden induziert wird und die Apoptose beschleunigen und verstärken kann.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Goebel, Wiebke
Contributors dc:contributor
  • Doenecke, Detlef Prof. Dr.
  • Hardeland, Rüdiger Prof. Dr.
  • Gradmann, Dietrich Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 17

Rights

dc:rights
Language dc:language
eng

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-554
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-4-4
webdoc-4
501755128
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AE60-A

Chain of custody

source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Goebel, Wiebke. Studies on the control and function of chromatin fragmentation during apoptosis. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AE60-A