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Georg-August-Universität Göttingen

Neuropsychologische Testleistungen, Hippocampus-Volumina und Stressverarbeitungsstrategien bei traumatisierten Probanden in Abhängigkeit vom Vorliegen einer Posttraumatischen Belastungsstörung

Abstract

dc:description

Bisherige Studien berichteten bei Probanden mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) von Defiziten in kognitiven Leistungen und einem geringeren Hippocampus-Volumen im Vergleich zu traumatisierten Probanden ohne PTBS und gesunden Kontrollprobanden. Außerdem zeigten sich Unterschiede in der Anwendung von Stressverarbeitungsstrategien zwischen Probanden, die nach dem Erleben eines Traumas eine PTBS entwickelt hatten, und denen, die störungsfrei geblieben waren. Die bisherigen Untersuchungen konzentrierten sich in der Mehrzahl auf Kriegsveteranen und waren mit verschiedenen methodischen Mängeln, wie z.B. hohe Raten an komorbiden Störungen, behaftet.In der vorliegenden Arbeit wurden die kognitiven Leistungen und Hippocampus-Volumina von 15 Probanden erhoben, die nach dem Erleben eines einmaligen traumatischen Ereignisses einer schweren Brandverletzung eine PTBS entwickelt hatten. Sie wurden 15 qualitativ und quantitativ vergleichbar traumatisierten Probanden, die keine Störung entwickelt hatten, und 15 gesunden Kontrollprobanden gegenübergestellt. Weiterhin wurden die traumatisierten Probanden hinsichtlich der Anwendung von traumabezogenen Stressverarbeitungsstrategien verglichen. Unabhängig vom Vorliegen einer PTBS ergaben sich Beeinträchtigungen der traumatisierten Probanden im intellektuellen Funktionsniveau und den verbalen Abrufleistungen. Die Probanden mit einer PTBS wiesen darüber hinaus beeinträchtigte visuelle Gedächtnisleistungen auf. Die traumatisierten Probanden zeigten unabhängig von dem Vorliegen einer PTBS auch ein geringeres Hippocampus-Volumen als die gesunden Kontrollprobanden. Stärkere Verbrennungen standen mit kleineren linken Hippocampi in Zusammenhang. Die Analgosedierung mittels des NMDA-Antagonisten Ketamin zeigte sich mit größeren rechten Hippocampi und ausgeprägteren PTBS-Symptomen assoziiert. Die Probanden mit einer PTBS wandten traumabezogene Stressverarbeitungsstrategien in höherem Maße an als die Probanden, die keine PTBS entwickelt hatten. Diese Stressverarbeitungsstrategien zeigten sich mit der psychopathologischen Symptomatik assoziiert, jedoch nur bedingt mit allgemeinen Stressverarbeitungsstrategien.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Winter, Hermann
Contributors dc:contributor
  • Irle, Eva Prof. Dr.
  • Kröner-Herwig, Birgit Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 8

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-548
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-374-2
webdoc-374
386199957
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AE5A-9

Chain of custody

source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Winter, Hermann. Neuropsychologische Testleistungen, Hippocampus-Volumina und Stressverarbeitungsstrategien bei traumatisierten Probanden in Abhängigkeit vom Vorliegen einer Posttraumatischen Belastungsstörung. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AE5A-9