Back to search

Georg-August-Universität Göttingen

Mailehen - Erlebnis des "Überlebten"

Abstract

dc:description

Die kulturwissenschaftliche Forschung hat in der Vergangenheit das Mailehen mehrfach in seinem Ursprung, seinen Erscheinungen, seiner historischen Bedingtheit oder seinen Funktionen erörtert. Hierbei verlieren die vorgeschlagenen Deutungen und Perspektiven jedoch mehr und mehr an Evidenz. Brauchelemente, wie z.B. die Versteigerung der ledigen Frauen an die Junggesellen, wurden seit dem 19. Jahrhundert als anachronistisch herausgestellt. Vor diesem Hintergrund steht die aktuelle Brauchausübung in einem nur wenig erklärten Widerspruch zu den kulturellen und gesellschaftlichen Verhältnissen der Gegenwart. Auf der Basis intensiver empirischer Erhebungen beleuchtet die Analyse insbesondere jene Anziehungskraft, die vom Gebrauch der rituellen Form ausgeht. Dabei zeigt sich, daß das Mailehen für die Betroffenen bedeutsame Handlungsfelder bereit hält. Das Zusammenspiel von Brauchform und Brauchsinn enthüllt eine neue Perspektive: wie im Falle von Sprache, Text oder Kunst ist der rituelle Rahmen nunmehr beschreibbar als Medium.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Wey, Hans-Willi
Contributors dc:contributor
  • Brednich, Rolf Wilhelm Prof. Dr.
  • Schwibbe, Gudrun Dr. Dr.
  • Benzing, Brigitta Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 30

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-58
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1252-8
webdoc-1252
346435943
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-ABBD-3

Chain of custody

source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Wey, Hans-Willi. Mailehen - Erlebnis des "Überlebten". 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-ABBD-3