University of Freiburg
Aspekte der Reaktivität von Tris(pyrazolyl)borat-Zinkalkoxid- und Tris(pyrazolyl)borat-Zinkhydrid-Komplexen
Abstract
dc:description.abstractMetallalkoxide und -hydride weisen nukleophile, basische und reduzierende Eigenschaften auf. Es galt zu untersuchen, inwieweit diese Eigenschaften auf Tris(pyrazolyl)borat-Zinkhydrid-Komplexe (TpZnH) und Tris(pyrazolyl)borat-Zinkalkoxid-Komplexe (TpZnOR) elektronenreicher Alkoholate übertragbar sind. <br>Die Nukleophilie von TpZnH zeigte sich in der Insertion von Heterocumulenen in die Zn-H-Bindung eines TpZnH-Komplexes. Die NMR-spektroskopisch nachgewiesene Methanbildung durch Umsetzung des zinkgebundenen Hydrids mit Methyliodid lieferte einen Beweis für die Nukleophilie zinkgebundener Hydride in TpZnH-Komplexen. Gegenüber NH- und OH-aciden Verbindungen wirkte TpZnH als Base, wobei die entstandenen Säureanionen in Form neuer Zinkkomplexe isoliert wurden. Reduzierende Eigenschaften der TpZnH-Komplexe gegenüber aliphatischen Aldehyden wurden nicht festgestellt. <br>Zur Untersuchung der Reaktivitätseigenschaften von TpZnOR-Komplexen wurden neue Zink-Alkoholat-Komplexe dargestellt. Durch Insertion von Heterocumulenen in deren Zn-O-Bindungen wurden neue Zinkkomplexe mit Carbonat-, Xanthogenat-, Iminothiocarbonat- und Carbamat-Liganden erhalten. Die Nukleophilie zinkgebundener Alkoxide wurde ausgenutzt, um Spaltungen von Estern zu erreichen. Weiterhin erfolgte die Umsetzung von TpZnOR-Komplexen mit bifunktionellen Verbindungen. Es wurde festgestellt, daß die Basizität zinkgebundener Alkoxide ausgeprägter ist als deren Nukleophilie. So wurden NH-, OH- und CH-acide Verbindungen durch TpZnOR-Komplexe deprotoniert. Es gelang die Reduktion aromatischer Aldehyde durch zinkgebundene Alkoxide im Sinne der Meerwein-Ponndorf-Verley Reaktion. <br>Im Rahmen der Arbeiten wurde gezeigt, daß TpZnH-Komplexe zwar nukleophile und basische Eigenschaften besitzen, jedoch keine reduzierenden. Dagegen können TpZnOR-Komplexe sowohl als Nukleophil, als Base oder als Reduktionsmittel wirken. Von diesen drei Reaktivitätseigenschaften ist die der Basizität am stärksten ausgeprägt.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Brombacher, Horst
- Contributors dc:contributor
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- Vahrenkamp, Heinrich
Identifiers
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- https://freidok.uni-freiburg.de/data/657
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:657