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Eine systematische Analyse der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Inanspruchnahme der pädiatrischen Notfallversorgung in der Schweiz, insbesondere während des Lockdowns im März und April 2020, fehlt allerdings bisher. Material und Methoden: Diese Dissertation untersucht retrospektiv die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Notfallkonsultationen im Universitäts-Kinderspital während des Lockdowns im März und April 2020 und nimmt dabei insbesondere die gestellten Diagnosen in den Fokus. Resultate: Wir fanden einen Rückgang der Notfallkonsultationen im März und April 2020 von 32% bzw. 46% gegenüber den Jahren 2018 und 2019. Dabei wurde insbesondere auch die Reduktion der Konsultationen aufgrund respiratorischer Erkrankungen von 35.0% bzw. 33.4% auf 26.5% deutlich. Die gleiche Entwicklung zeigte sich bei gastrointestinalen Erkrankungen von 16.2% bzw. 17.7% auf 12.0%, während die Anzahl der Konsultationen aufgrund eines Traumas zunahm (von 27.0% resp. 27.2% auf 36.3%) Diskussion und Konklusion: Obwohl die pädiatrischen Notfallkonsultationen ausdrücklich von den offiziellen Empfehlungen zu «stay at home» ausgenommen waren, fanden wir eine starke Reduktion der pädiatrischen Notfallkonsultationen, insbesondere während des Lockdowns. Diese Erkenntnisse deckten sich weitestgehend mit den Berichten aus der internationalen Literatur, obwohl die Schweiz in der ersten Covid-Welle im Vergleich mit anderen Ländern bezüglich der Todesfälle weniger stark von der Pandemie betroffen war. Auf der Notfallstation am Universitäts-Kinderspital war keine Verschiebung hin zu schwer kranken Kindern festzustellen, die in anderen Ländern beobachtet wurde. Respiratorische und gastrointestinale Infekte führten vermutlich infolge einer verminderten Verbreitung von Erregern durch die Abstands- und Hygieneregeln wie in anderen Ländern zu einer deutlich geringeren Zahl von Notfallkonsultationen.","abstract_html":"Einführung und Fragestellung: Als 2020 die Covid-19-Pandemie auch die Schweiz erfasste und die Schweizer Regierung darauf mit Eindämmungsmassnahmen reagierte, hatte dies zahlreiche Auswirkungen auf das alltägliche Leben. Internationale Studien haben eine starke Reduktion der pädiatrischen Notfallkonsultationen während der Pandemie aufgezeigt – vor allem mit einer Abnahme der respiratorischen und gastrointestinalen Infekte. Eine systematische Analyse der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Inanspruchnahme der pädiatrischen Notfallversorgung in der Schweiz, insbesondere während des Lockdowns im März und April 2020, fehlt allerdings bisher. 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