{"id":{"repo_id":"wurz-thes","oai_identifier":"oai:opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de:362"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/wurz-thes/oai:opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de:362","repository":{"repo_id":"wurz-thes","name":"Universität Wüzburg","base_url":"https://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/oai"},"display":{"title":"Aufwachverhalten nach Bandscheibenoperationen","abstract":"Die vorliegende klinische Studie befasste sich vor allem mit folgenden Fragestellungen: Wie wirken sich die vier verwendeten Narkoseformen auf das Aufwachverhalten nach Bandscheibenoperationen aus? Führt die Verwendung einer bestimmten Kombination eines Hypnotikums und Opioids zu einer signifikant niedrigeren Atemdepression nach Narkosen? Können die von uns modifizierten Atemantwortkurven das Ausmaß einer möglichen Atemdepression besser quantifizieren oder gibt es eine für die Praxis einfachere Möglichkeit die Atemdepression zu messen? In wie weit ist die Vigilanz des Patienten zu verschiedenen Zeitpunkten postoperativ eingeschränkt? Die insgesamt 35 ausgewerteten Patienten wurden 4 verschiedenen Narkosegruppen zugeordnet. Zum Einsatz kamen jeweils die Opioide Remifentanil und Sufentanil, sowie die Hypnotika Propofol und Sevofluran. Die Patienten wurden über 2 Stunden postoperativ gründlich überwacht. Zu den Zeitpunkten 1 und 2 Stunden postoperativ wurden Atemantwortmessungen mit einem modifizierten Verfahren nach Read durchgeführt. Weiterhin wurden die Patienten u.a. zu Schmerzen und Befindlichkeit befragt und die Vigilanz bestimmt. Die Patienten blieben über 24 Stunden beobachtet. Unabhängig von den verwendeten Medikamenten führten alle Narkosen postoperativ zu einer Atemdepression, die sich sowohl durch eine Rechtverschiebung in der Atemantwortkurve, als auch durch den erhöhten Ruhe-tpCO2 quantifizieren ließ. Die Steigung der Atemantwortkurven erwies sich jedoch nicht als aussagefähiger Parameter. Eine geringere Atemdepression der Gruppe, die Remifentanil erhielt, war durch den konsekutiv höheren Bedarf an Piritramid klinisch nicht mehr relevant. Da z.T. auch bei unauffälliger Vigilanz eine ausgeprägte Atemdepression nachweisbar war, ist eine Einschätzung anhand dieses klinischen Parameters nicht möglich. Diese Untersuchung unterstreicht trotz moderner Anästhetika die Notwendigkeit eines Aufwachraumes für die postoperative Phase.","abstract_html":"Die vorliegende klinische Studie befasste sich vor allem mit folgenden Fragestellungen: Wie wirken sich die vier verwendeten Narkoseformen auf das Aufwachverhalten nach Bandscheibenoperationen aus? Führt die Verwendung einer bestimmten Kombination eines Hypnotikums und Opioids zu einer signifikant niedrigeren Atemdepression nach Narkosen? 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Die Patienten blieben über 24 Stunden beobachtet. Unabhängig von den verwendeten Medikamenten führten alle Narkosen postoperativ zu einer Atemdepression, die sich sowohl durch eine Rechtverschiebung in der Atemantwortkurve, als auch durch den erhöhten Ruhe-tpCO2 quantifizieren ließ. Die Steigung der Atemantwortkurven erwies sich jedoch nicht als aussagefähiger Parameter. Eine geringere Atemdepression der Gruppe, die Remifentanil erhielt, war durch den konsekutiv höheren Bedarf an Piritramid klinisch nicht mehr relevant. Da z.T. auch bei unauffälliger Vigilanz eine ausgeprägte Atemdepression nachweisbar war, ist eine Einschätzung anhand dieses klinischen Parameters nicht möglich. Diese Untersuchung unterstreicht trotz moderner Anästhetika die Notwendigkeit eines Aufwachraumes für die postoperative Phase.","This clinical trial quantified the respiratory depression in the postoperative period after propofol versus sevofluane anaesthesia which was supplemented with sufentanil versus remifentanil in a factorial design. 35 patients were analyzed in 4 different groups of an anaesthetic combination. The used opioids were remifentanil and sufentanil, propofol and sevofluran were used for maintenance. Patients were investigated for 2 hours postoperatively and observed for another 22 hours. Modified CO2-response curves {Read} were generated after 1 and 2 hours postoperatively. Additionally, every patient recieved a vigilance test and was asked about pain, satisfaction etc. at several times. All patients presented wit a significant respiratory depression postoperatively. However, the ventilatory depression was unaffected by the group of anaesthetic combination. A higher tpCO2 at rest can be considered as a parameter for respiratory depression. A lower slope of the response curve did not show up as a significant parameter. Surprisingly, the remifentanil group had no clinically relevant less respiratory depression due to a compensating higher consumption of piritramid. The vigilance seemed to be uneffected even with a higher tpCO2. In conclusion, every patient demonstrated a significant respiratory depression irrespective of the chosen anaesthetic regime which was not detectable by vigilance tests. This underlines the importance of postanaesthetic care units despite the introduction of novel drugs with a favourable recovery profile. This clinical trial quantified the respiratory depression in the postoperative period after propofol versus sevofluane anaesthesia which was supplemented with sufentanil versus remifentanil in a factorial design. 35 patients were analyzed in 4 different groups of an anaesthetic combination. 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Unabhängig von den verwendeten Medikamenten führten alle Narkosen postoperativ zu einer Atemdepression, die sich sowohl durch eine Rechtverschiebung in der Atemantwortkurve, als auch durch den erhöhten Ruhe-tpCO2 quantifizieren ließ. Die Steigung der Atemantwortkurven erwies sich jedoch nicht als aussagefähiger Parameter. Eine geringere Atemdepression der Gruppe, die Remifentanil erhielt, war durch den konsekutiv höheren Bedarf an Piritramid klinisch nicht mehr relevant. Da z.T. auch bei unauffälliger Vigilanz eine ausgeprägte Atemdepression nachweisbar war, ist eine Einschätzung anhand dieses klinischen Parameters nicht möglich. 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The used opioids were remifentanil and sufentanil, propofol and sevofluran were used for maintenance. Patients were investigated for 2 hours postoperatively and observed for another 22 hours. Modified CO2-response curves {Read} were generated after 1 and 2 hours postoperatively. Additionally, every patient recieved a vigilance test and was asked about pain, satisfaction etc. at several times. All patients presented wit a significant respiratory depression postoperatively. However, the ventilatory depression was unaffected by the group of anaesthetic combination. A higher tpCO2 at rest can be considered as a parameter for respiratory depression. A lower slope of the response curve did not show up as a significant parameter. Surprisingly, the remifentanil group had no clinically relevant less respiratory depression due to a compensating higher consumption of piritramid. The vigilance seemed to be uneffected even with a higher tpCO2. 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