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Universität Tübingen

Nachuntersuchung von Humeruskopfmehrfragmentfrakturen mit dem Schwerpunkt der Lebensqualitätserfassung

Abstract

Nachuntersuchung von Humeruskopfmehrfragmentfrakturen mit dem Schwerpunkt der Lebensqualitätserfassung Einleitung: Dislozierte Mehrfragmentfrakturen des Humeruskopfes sind eine typische Fraktur des älteren Menschen. Eine Vielzahl Behandlungsmöglichkeiten sind beschrieben, dennoch sind die klinischen Ergebnisse nicht immer befriedigend. Ziel der Arbeit war es, die Folgen dieser Frakturen auf Schulterfunktion sowie auf schulterspezifische und allgemeine Lebensqualität zu erfassen. Patienten und Methodik: Eingeschlossen wurden alle Patienten mit 3- und 4- Fragmentfrakturen nach Neer, welche im Zeitraum vom 01.01.1997 bis zum 30.06.2000 stationär an der BG Klinik Tübingen behandelt wurden. Die Schulterfunktion wurde mit dem Constant- Score und dem ASESScore,die schulterspezifische Lebensqualität mit dem DASH- Score und die allgemeine Lebensqualität mit dem Nottingham Health Profile (NHP) erfasst, zudem erfolgte eine Röntgenkontrolle. 58 Patienten wurden nachuntersucht, die durchschnittliche Nachkontrollzeit betrug 46 Monate. Ergebnisse: 3- Fragmentfrakturen schnitten bei den klinischen Scores besser als die 4- Fragmentfrakturen ab, die besten Ergebnisse zeigten sich nach Eingriffen mit minimalinvasiven Operationsmethoden. Die Patienten mit einer Humeruskopfprothese oder einer Plattenosteosynthese hatten überwiegend unbefriedigende funktionelle Ergebnisse. Jüngere Patienten (unter 50 Jahre) hatten eine bessere Funktion als ältere (über 50 Jahre). Bei 4 Patienten war radiologisch eine Humeruskopfnekrose nachweisbar,sie hatten die schlechtesten klinischen Ergebnisse. Die schulterspezifische Lebensqualität zeigte die gleiche Abhängigkeit vom Frakturtyp, von der Behandlung und vom Patientenalter wie die klinischen Scores. Die allgemeine Lebensqualität war durch die Frakturen nur gering beeinträchtigt. Diskussion: Die verwendete Operationsmethode hing vom Operateur, von Patientenparametern und vom Frakturtyp ab, die Operationsmethoden waren deshalb kaum miteinander vergleichbar. Klinische Untersuchungsergebnisse und schulterspezifische Lebensqualität stimmten gut überein, eine Fragebogenuntersuchung mit dem DASH- Score ist somit zur Erfassung von Folgen nach Humeruskopffrakturen geeignet. Obwohl die schwereren Frakturen und invasiveren operativen Eingriffe mit teils deutlichen Funktionseinbussen der Schulter ausheilten war die allgemeine Lebensqualität dadurch nur gering beeinträchtigt.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author
  • Schlecht, Marc Nicolai

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
hdl:10900/45470

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source
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Universität Tübingen
Base URL
publikationen.uni-tuebingen.de/oai/request
Last updated
2026-08-21
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OAI-PMH GetRecord
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Schlecht, Marc Nicolai. Nachuntersuchung von Humeruskopfmehrfragmentfrakturen mit dem Schwerpunkt der Lebensqualitätserfassung. 2009.