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Universität Tübingen

Diagnostische Genauigkeit der nicht invasiven Detektion von signifikanten Koronarstenosen mittels Dual Source Computertomographie in einem konsekutiven Patientenkollektiv

Abstract

Hintergrund Die Detektion von Koronarstenosen mittels kardialer Mehrzeilendetektor-Computertomographie (MDCT) eignet sich bisher nur für selektierte Patientenkollektive mit niedriger Herzfrequenz, regelmäßigem Herzrhythmus und niedrigen Kalziumscores. Grund für diese Limitationen sind unzureichende zeitliche und räumliche Auflösungen. Das Ziel dieser Arbeit war die Bewertung der diagnostischen Genauigkeit der neuen Dual Source Computertomographie (DSCT) mit einer verbesserten zeitlichen Auflösung in einem unselektierten Patientenkollektiv. Material und Methodik 100 konsekutive Patienten (27 weibliche; mittleres Lebensalter 63,7±9,8 Jahre) mit Verdacht auf Koronare Herzerkrankung (KHK) oder bekannter KHK und geplanter konventioneller Koronarangiographie (KA) wurden mittels DSCT (Somatom Definition™, Siemens) untersucht. Alle Koronarsegmente wurden in Hinsicht auf das Vorliegen von koronaren Läsionen analysiert. Die Ergebnisse wurden zueinander verblindet mit den Resultaten der konventionellen KA verglichen. Die diagnostische Genauigkeit der DSCT der Detektion von signifikanten (&#8805;50%) Koronarstenosen wurde auf segmentaler Ebene und pro Patient ausgewertet. Ausserdem wurde der Einfluss von Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität und Ausmaß der Kalzifizierung auf die diagnostische Genauigkeit untersucht. Ergebnisse Eine diagnostisch ausreichende Bildqualität wurde in 83,2% der Koronarsegmente erreicht. Im untersuchten Patientenkollektiv betrug die durchschnittliche Herzfrequenz 64,9±13,2 Schläge/Minute, die mittlere Variabilität der Herzfrequenz 23,6±36,6 Schläge/Minute und der mittlere Agatston Score 786,5±966 (Median 370,3). Auf segmentaler Ebene ergab sich für die Detektion von Koronarstenosen >50% eine Sensitivität von 91,1%, eine Spezifität von 92,1%, ein positiver prädiktiver Wert von 75,4% und ein negativ prädiktiver Wert von 97,5%. Bei der Auswertung pro Patient betrugen Sensitivität, Spezifität, positiv und negativ prädiktiver Wert 94,3%, 77,4%, 90,4%, 85,7%. Die Herzfrequenz hatte weder auf die Bildqualität noch auf die diagnostische Genauigkeit einen signifikanten Einfluss. Die Variabilität der Herzfrequenz beeinflusste die diagnostische Genauigkeit ebenfalls nicht signifikant. Jedoch wurden die Bildqualität und die diagnostische Genauigkeit signifikant negativ durch den Grad der Kalzifizierung (Agatston Score >400) beeinträchtigt (p<0,01; p<0,0001). Schlussfolgerung Die DSCT bietet unabhängig von der Herzfrequenz in einem unselektierten Patientenkollektiv gute Bildqualitäten und hohe diagnostische Genauigkeiten in der Detektion signifikanter Koronarstenosen. Damit könnte eine Erweiterung der klinischen Indikation der kardialen Computertomographie erreicht werden. Eine hohe Kalziumlast erweist sich als weiter bestehende Limitation der DSCT.

Author and committee

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Author
  • Uysalsoylu, Ines

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Identifier
hdl:10900/45469

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Universität Tübingen
Base URL
publikationen.uni-tuebingen.de/oai/request
Last updated
2026-08-21
Source record
OAI-PMH GetRecord
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Uysalsoylu, Ines. Diagnostische Genauigkeit der nicht invasiven Detektion von signifikanten Koronarstenosen mittels Dual Source Computertomographie in einem konsekutiven Patientenkollektiv. 2009.