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Universität Tübingen

Untersuchung zur quantitativen Differenzierung plantarer Druckverteilungsmuster zwischen Patienten mit Achillessehnentendinitis und gesunden Probanden anhand der plantaren Druckverteilungsmessung sowie zur Wirksamkeit orthopädischer Einlagen bei Patienten mit Achillessehnentendinitis

Abstract

Hintergrund: Ziel dieser Untersuchung war, zu überprüfen, ob sich anhand der plantaren Druckverteilungsmessung systematische Unterschiede zwischen Patienten mit Achillessehnentendinitis (n=18) sowie einer gesunden Kontrollgruppe (n=18) zeigen lassen. Weiterhin sollte im Längsschnitt untersucht werden, ob eine 3-monatige Therapie mit individuell angepassten orthopädischen Einlagen bei Patienten mit Achillessehnentendinitis (n=9) wirksam ist. Methode: Gemessen wurde geschwindigkeitskontrolliert mit der Emed-X-Messplatte (Firma Novel) im Barfußlauf, wobei 5 gültige Einzelmessung pro Proband gemittelt wurden. Die Druckmatrix wurde in 8 Einzelmasken eingeteilt. Die Wirksamkeit der Einlagen wurde über den SF-36-Fragebogen zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität sowie erfasst. Ergebnisse: Rechnerisch zeigt sich eine signifikant höhere Last (p=0,022) in Maske M4 (mediale Mittelfußmaske) in der AS-Gruppe, ebenso war die belastete Fläche größer als in der gesunden Kontrollgruppe. Dieses Ergebnis gibt Hinweise auf eine Medialisierung des Abrollvorganges in der AS-Gruppe. Einschränkungen ergebenen sich aufgrund schlechterer Reproduzierbarkeit in wenig belasteten Fußregionen. Weiter bringt die KO-Gruppe mehr Last im Vorfußbereich auf als die AS-Gruppe. Dieses Ergebnis kann durch die vorliegende Studie nicht schlüssig erklärt werden und unter Berücksichtigung der Ein- und Ausschlusskriterien auch auf einer Verzerrung beruhen. Auffällig sind weiterhin die großen inter- und intraindividuellen Streuungen innerhalb beider Gruppen in allen Messgrößen. Dies deckt sich mit den Ergebnissen anderer Studien, die Ursachen können mit Rücksichtnahme auf den gegenwärtigen Stand der Forschung nicht hinreichend erklärt werden. Die Auswertung des SF-36 ergab Verbesserungen beim Vergleich der Mediane an Messtag 1 und 2 in den Skalen Schmerz und Körperliche Funktionsfähigkeit, was auch die Berechnung der jeweiligen Effektgrößen zeigt. Unter Berücksichtigung der kleinen Stichprobe können die vorliegenden Effekte jedoch nicht als klinisch relevant eingestuft werden. Schlussfolgerungen: Die vorliegende Studie gibt somit bedingt Hinweise für systematische Unterschiede zwischen Patienten mit Achillessehnentendinitis und gesunden Probanden hinsichtlich einer Medialisierung des Abrollvorganges. Ob diese Rückschlüsse auf eine vermehrte Pronation bei AS-Gruppe zulassen, bleibt offen. Zur Klärung sind weitere Studien nötig, die sich mit der Frage auseinandersetzen, ob und wie sich eine vermehrte Pronation anhand der plantaren Druckverteilung erfassen lässt. Dringlicher erscheinen jedoch Untersuchungen, die die Frage nach der Ursache für die großen inter- und intraindividuellen Streuungen in der plantaren Druckverteilung erörtern und eventuell minimieren können. Ein abschließende Beurteilung bezüglich der Wirksamkeit von orthopädischen Einlagen bei der Achillessehnentendinitis ist aufgrund der kleinen Fallzahl nicht möglich. Weitere Untersuchungen an größeren Patientenkollektiven sind hier nötig.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author
  • Grözinger, Stefanie

Identifiers

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Identifier
hdl:10900/45458

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Universität Tübingen
Base URL
publikationen.uni-tuebingen.de/oai/request
Last updated
2026-08-21
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Grözinger, Stefanie. Untersuchung zur quantitativen Differenzierung plantarer Druckverteilungsmuster zwischen Patienten mit Achillessehnentendinitis und gesunden Probanden anhand der plantaren Druckverteilungsmessung sowie zur Wirksamkeit orthopädischer Einlagen bei Patienten mit Achillessehnentendinitis. 2009.