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Universität Tübingen

Bedeutung der Perfusions-Computertomographie beim akuten ischämischen Insult

Abstract

Hintergrund. Der ischämische Insult ist ein Notfall, der nach wie vor mit sehr hoher Morbidität und Mortalität verbunden ist. Intravenöse und intraarterielle Thrombolyse innerhalb eines Zeitfensters von 4,5 bzw. 6 h ist effektiv, sicher und gilt inzwischen als Standardtherapie. Vor einer Lyse muss die intrazerebrale Blutung als wichtigste Differentialdiagnose des ischämischen Insults mittels Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie (MRT) ausgeschlossen werden. Die CT-Agiographie und Perfusions-CT-Bildgebung (PCT) ist eine schnell verfügbare und Zusatzuntersuchung, die über den Ausschluss einer Blutung hinaus den Positivnachweis einer Ischämie erbringen kann. Ziel. Ziel unsere retrospektive Studie war es, den prädiktiven Wert der PCT für Infarktgröße, initiales Defizit, frühe Besserung und Prognose bei lysierten und nicht lysierten Patienten zu überprüfen. Methoden. Bei 92 Patienten (47 lysiert), die bei Aufnahme eine CT mit PCT sowie eine Kontroll-Bildgebung nach 24 Stunden erhalten hatten, wurden verschiedene PCT-Parameter gemessen und deren Vorhersagewert auf die initiale Symptomatik (gemessen mit dem NIHSS) und ihre Verbesserung, auf die Infarktgröße und der Grad der Behinderung nach der Entlassung aus der Rehabiliation (gemessen mittels modified Rankin Scale) ermittelt. Ergebnisse. Je größer die Fläche der Perfusionsdefizits und je älter der Patient, desto schwerer war die neurologische Symptomatik bei Aufnahme (NIHSS). Die endgültige Infarktgröße wird ebenfalls von der Fläche des Perfusionsdefizits bestimmt und ist zudem größer, je verzögerter der Kontrastmittelbolus im Ischämieareal ankommt (time-to-peak Latenz). Während kein Parameter die frühzeitige Verbesserung der neurologischen Symptomatik vorhersagen konnte, korrelierte der Grad der Behinderung nach Entlassung aus der Rehabilitation mit der Fläche des Perfusionsdefizits – dies allerdings nur in der nicht-lysierten Gruppe. Schlußfolgerung. Die PCT Bildgebung korreliert mit dem akuten Defizit und hat einen Vorhersagewert für die Größe der endgültigen Läsion und das funktionelle Outcome. PCT stellt eine medizinisch sinnvolle Zusatzuntersuchung beim akuten ischämischen Insult da, die in Routineprotokolle aufgenommen werden sollte, weil mit ihr der Positivnachweis einer zerebralen Ischämie mit Vorhersagewert erbracht werden kann. Diese Studie erlaubt keine Schlussfolgerungen in Bezug auf die Kernspintomographie bei akuten Schlaganfall, die im Vergleich zum CT die überlegene Methode sein könnte. Schlüsselwörter: Ischämische Schlaganfall, Perfusions-CT, TTP, CBV, functionelle Outcome.

Author and committee

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Author
  • Erharhaghen, Jite

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
hdl:10900/45424

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Universität Tübingen
Base URL
publikationen.uni-tuebingen.de/oai/request
Last updated
2026-08-21
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Erharhaghen, Jite. Bedeutung der Perfusions-Computertomographie beim akuten ischämischen Insult. 2009.