Universität Tübingen
Vergleichende Untersuchungen zur Steigerung der Kontraktilität und der mechanischen Effizienz von Ferkel-Herzen nach kardioplegem Herzstillstand durch Kalziumsensitizer, Beta-Adrenozeptor-Agonisten und Phosphodiesterase-III-Hemmern im ex-situ ...
Abstract
Vergleichende Untersuchungen zur Steigerung der Kontraktilität und der mechanischen Effizienz von Ferkel-Herzen nach kardioplegem Herzstillstand durch Kalziumsensitizer, Beta-Adrenozeptor-Agonisten und Phosphodiesterase-III-Hemmern im ex-situ Working Heart Modell Die vorliegende Studie untersucht den Einfluß des reinen (+) - Enantiomers des Kalziumsensitizers EMD 57033 auf die Myokardfunktion nach kardioplegem Herzstillstand. Die Wirkung wird im ex-situ Working Heart Modell mit der des Beta-Adrenozeptor-Agonisten Adrenalin und der des Phosphodiesterase-III-Hemmers Milrinon, die beide bereits klinisch angewendet werden, verglichen. Es wurden für Adrenalin 8, für Milrinon 10 und für den Kalziumsensitizer EMD 57033 6 Herzen nach Induktion des kardioplegen Herzstillstandes explantiert und in das Perfusionsmodell integriert. Nach einer einstündigen Ischämie wurden alle 24 Herzen über 20 Minuten mit physiologisch konditioniertem Schweineblut reperfundiert und wiedererwärmt. Unmittelbar nach der Reperfusionsphase wurde in den Working Heart Modus übergegangen. Bei stabilen hämodynamischen Verhältnissen wurden die funktionellen Zielparameter (Stroke-Work-Index, enddiastolischer linksventrikulärer Druck, mittlerer Aortenfluß, Herzfrequenz, Kontraktilität, Relaxation und Koronarfluß) und die biochemischen Zielparameter (myokardialer Sauerstoffverbrauch und Laktatkonzentration) bei einer konstant gehaltenen Nachlast von 60 mmHg und unter steigender Vorlast (4 / 6 / 8 / 10 / 12 mmHg) bestimmt. Nach Zugabe jeweils eines der geprüften Medikamente wurden die Zielparameter erneut bestimmt. Hinsichtlich SWI, dem Maß für die Leistung des Herzens, mittlerem Aortenfluß, Kontraktilität und Relaxation waren keine signifikanten Veränderungen in und zwischen den Gruppen festzustellen. Nach Verwendung des Beta-Adrenozeptor-Agonisten Adrenalin und des Phosphodiesterase-III-Hemmers Milrinon stieg sowohl der Koronarfluß, als auch der myokardiale Sauerstoffverbrauch erwartungsgemäß an, was die bisher bekannten Auswirkungen dieser etablierten Inotropika bestätigt. Die Herzfrequenz nahm als eine bekannte Wirkung von Adrenalin signifikant zu. Da die gemessenen Parameter nach Verwendung des Kalziumsensitizer EMD 57033 kein unterschiedliches Verhalten zeigen, scheint der Einsatz dieses Kalziumsensitizers zur Inotropiesteigerung nach kardioplegem Herzstillstand gegenüber den etablierten Substanzen keinen Vorteil zu bieten.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author
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- Löhle, Thomas
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
- hdl:10900/44874