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Technische Universität Berlin

Ernährungsmuster als neuer Ansatz zum Verständnis der Rolle der Ernährung in der Ätiologie der essentiellen arteriellen Hypertonie

Abstract

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Die Analyse von Ernährungsmustern hat in jüngster Zeit zunehmendes Interesse gefunden, um Assoziationen zwischen Ernährung und Krankheiten zu untersuchen. Die vorliegende Studie analysierte Assoziationen zwischen Ernährungsmustern und dem Hypertonierisiko bei 3849 Männern und 8552 Frauen, wobei Daten der prospektiven EPIC-Potsdam-Kohortenstudie genutzt wurden. Über eine Nachbeobachtungsperiode von 2-4 Jahren wurden 172 inzidente Hypertoniefälle (49 Männer und 123 Frauen) durch medizinische Verifizierungen bestätigt. Assoziationen der Muster mit dem Erkrankungsrisiko wurden mit Hilfe von Cox-Regressionen getrennt für Männer und Frauen bestimmt, wobei für wichtige Confounder adjustiert wurde. Zwei Muster wurden mittels Hauptkomponentenanalyse in einer Lernstichprobe der gesamten EPIC-Potsdam-Studienpopulation identifiziert und nachfolgend in der Hypertoniestudienpopulation mittels konfirmatorischer Faktoranalyse bestätigt. Das Muster Hausmannskost war positiv mit der Aufnahme von Fleisch, gekochtem Gemüse, Soße, Kartoffeln und Geflügel assoziiert, während das Muster Obst & Gemüse durch Obst, rohes Gemüse und Pflanzenöl gekennzeichnet war. Zusätzlich wurde ein Muster DASH hypothesenorientiert definiert, welches hohe Aufnahmen von Obst, Gemüse und Milchprodukten reflektierte. Das Muster Hausmannskost war negativ mit dem Hypertonierisiko bei Männern aber nicht bei Frauen assoziiert. Die Muster Obst & Gemüse und DASH waren sowohl bei Männern als auch bei Frauen negativ mit der Hypertonieinzidenz assoziiert, wobei nur bei Frauen das Muster DASH statistische Signifikanz nach Kontrolle für potentielle Confounder erlangte. Die Effekte der Muster wurden durch Adjustierung für die Ballaststoff-, Kalium-, Magnesium- und Kalziumaufnahme abgeschwächt. Lebensmittel und Nährstoffe, deren Aufnahme mit den Mustern korrelierte, zeigten vergleichbare Effekte auf die Hypertonieinzidenz im Vergleich zu den Mustern, was die beobachteten Mustereffekte bestätigt. Die vorgelegte Studie unterstützt die Annahme, dass Ernährungsmuster Prädiktoren für Erkrankungsrisiken sind. Insbesondere ein Ernährungsmuster, das durch hohe Aufnahmen von Obst, Gemüse und Milchprodukten gekennzeichnet ist, scheint mit einem verminderten Hypertonierisiko assoziiert zu sein. Der Effekt des Musters ist zum Teil durch die Magnesium-, Ballaststoff-, Kalium- und Kalziumaufnahme erklärbar. Effektmodifikationen durch Übergewicht und körperliche Aktivität wurden zudem beobachtet.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Schulze, Matthias Bernd
Advisor dc:contributor.advisor
  • Brenner, M. Harvey

Rights

Language dc:language.iso
de, German

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier URI
urn:nbn:de:kobv:83-opus-4121
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-510
OAI identifier oai:identifier
oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/807

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Technische Universität Berlin
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Last updated
2026-07-27
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Schulze, Matthias Bernd. Ernährungsmuster als neuer Ansatz zum Verständnis der Rolle der Ernährung in der Ätiologie der essentiellen arteriellen Hypertonie. 2002. https://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/807