Back to results

Technische Universität Berlin

Definition eines aktualisierten Berufsbilds des Architekten in Algerien

Abstract

dc:description.abstract

Der Beruf des Architekten ist dynamisch und entwickelt sich stetig. Das bedeutet, dass die architektonischen Dienstleistungen, gleichsam mit der technologischen Entwicklung, der Globalisierung, dem sozialen Wandel, den Kundenanforderungen und den Umweltfragen wachsen, sich diversifizieren und sich ebenso verkomplizieren. Der Architekt muss in der Lage sein, auf alle diese Herausforderungen mit Professionalität zu reagieren. Dies kann nur durch eine hohe Qualifikation sichergestellt werden. Diese Veränderungen haben in mehreren Ländern Diskussionen über grundlegende Anforderungen an einen Architekten eröffnet, die im Zusammenhang mit der Erteilung der Genehmigung zur Berufsausübung stehen. In diesem Kontext, haben die UNESCO und die Internationale Union der Architekten UNESCO/UIA eine Charta für die Ausbildung von Architekten entwickelt, die von mehr als 120 Ländern angenommen wurde. Die Charta beinhaltet 18 wesentliche Regeln zur Qualifikation, die der Architekt beherrschen muss, damit er in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben. Diese Regeln werden in Algerien noch in keinem offiziellen Dokument erwähnt. Die Bedeutung dieses Regelwerks wächst jedoch in einer Zeit, in der die Architekturausbildung grundlegend reformiert wird. Seit 2008 hat sich auch Algerien per Dekret dem Bologna-Prozess angeschlossen. Diese Arbeit analysiert Struktur, Inhalt und Organisation der Architektenausbildung, die es am Ende erlauben soll, den Beruf qualifiziert auszuüben. Betrachtet wird der Zeitraum von der Bewerbung zum Architekturstudium bis zur Eintragung in die Liste der Architekten. Die Arbeit verwendet die als Benchmarking bezeichnete Methode. Außerdem werden die Ergebnisse dieser empirischen Forschung mit denen verglichen, die in anderen Ländern, bei ähnlichen Ansätzen als die Besten angesehen werden. Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass im Augenblick in Algerien das von der UIA geforderte Niveau an Wissen und Fähigkeiten von Architekten nach Abschluss der Ausbildung in mehr als 93% der Fälle nicht erreicht wird. Dies ist das erschreckende Ergebnis des bestehenden Qualifikationsmodells. Im Rahmen dieser Arbeit wird der Vorschlag eines neuen Qualifikationssystems für Architekten in Algerien entwickelt. Als Basis gilt die UIA-Charta. Außerdem werden die zukunftsorientierten Strukturen von Bachelor und Master zu Grunde gelegt. Der Vorschlag ist in fünf Qualifikationsphasen gegliedert in denen jeweils Dauer, Struktur und Inhalt definiert werden. Übergänge zwischen den Phasen sind konstruktiv und mit besonderer Sorgfalt gelöst. An Hand der Darstellung konkreter projektorientierter Beispiele aus Lehre und Forschung werden die Ergebnisse belegt. Der bisherige Mangel an Praxisorientierung in der algerischen Architektenausbildung ist sicher ein wesentlicher Grund für das problematische aktuelle Qualifikationsniveau. Die Ergebnisse dieser Arbeit mögen helfen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Mazoun, Redha
Advisor dc:contributor.advisor
  • Mertes, Rainer

Rights

Language dc:language.iso
de, fr

Identifiers

dc:identifier.*
OAI identifier oai:identifier
oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/7055

Chain of custody

source
Harvested from
Technische Universität Berlin
Base URL
api-depositonce.tu-berlin.de/server/oai/request
Last updated
2026-07-27
Source record
OAI-PMH GetRecord
related terms
citation

Mazoun, Redha. Definition eines aktualisierten Berufsbilds des Architekten in Algerien. 2017. https://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/7055