Abstract
dc:description.abstractDie Entwicklung sicherer, komfortabler und flexibel einsetzbarer technischer Systeme wird -- mehr denn je -- durch Software und die damit zusammenhängenden Softwareentwicklungsprozesse, -techniken und -methoden bestimmt. Die Qualitätssicherung solcher Systeme hat inzwischen einen Grad an Komplexität erreicht, der nur durch den Einsatz dedizierter Qualitätssicherungstechniken und -methoden zu beherrschen ist. Eingebettete Systeme sind zunehmend vernetzt und setzen Kommunikationsprotokolle ein, die in ihrem Einsatz bisher auf den Bereich der Telekommunikation bzw. das Internet beschränkt waren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Softwareanwendungen sind eingebettete Systeme jedoch weiterhin häufig hybride Echtzeitsysteme, die über Sensoren und Aktuatoren mit einer physikalischen Umgebung in Wechselwirkung treten. Sie müssen einerseits kontinuierliche Datenströme verarbeiten, die ihnen ein möglichst exaktes Abbild ihrer Umgebung vermitteln, andererseits nehmen sie Kontrollaufgaben wahr, deren Ergebnisse als diskrete Ereignisse in einem verteilten Systemverbund propagiert werden sollen. Speziell in der Automobilindustrie ist die Anzahl der Steuergeräte in einem Fahrzeug auf 50 bis 80 Stück angestiegen. Eine etablierte Testtechnologie, die einerseits den neuen Anforderungen aus den Bereichen der Telekommunikation gerecht wird und darüber hinaus den bestehenden Anforderungen eingebetteter Systeme nachkommt, gibt es bisher nicht. In dieser Arbeit wird mit TTCN-3 embedded eine Testtechnologie entwickelt, die speziell für das Testen vernetzter, hybrider Systeme geeignet ist und die bestehenden Qualitätssicherungsprozesse in der Automobilindustrie effektiv verbessern kann. Ausgehend von etablierten Formalismen aus der Theorie hybrider Systeme wird eine ausführbare Testspezifikationssprache abgeleitet, die eine intuitive Spezifikation automatisierter Tests für Systeme der Automobilindustrie ermöglicht. Die Spezifikation dedizierte Schnittstellen zur Stimulation, Auswertung und Zeitkontrolle sorgen für eine nahtlose Integration der Sprache in industrielle Werkzeugketten. Die Testspezifikationssprache und ihre Schnittstellendefinitionen sind als Erweiterung des TTCN-3 Standards konzipiert. Die Integration in den TTCN-3 erlaubt einerseits eine einfache und fundierte Industrialisierung der Ideen und schafft andererseits die notwendige Integration mit den Konzepten zum Testen diskreter nachrichtenbasierter Systeme, da diese bereits in TTCN-3 vorhanden sind. Die Grundlagen von TTCN-3 embedded wurden im Forschungsprojekt TEMEA entwickelt.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Großmann, Jürgen
- Advisor dc:contributor.advisor
-
- Schieferdecker, Ina
Rights
- Licence dc:rights.uri
- Language dc:language.iso
- en, English
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier URI
-
urn:nbn:de:kobv:83-opus4-55514
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-4138 - OAI identifier oai:identifier
- oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/4435