Technische Universität Berlin
Kontextsensitive Personalisierung automotiver Benutzerschnittstellen
Abstract
dc:description.abstractModerne In-Car-Infotainment-Systeme verfügen aufgrund der in den letzten Jahren erzielten technologischen Fortschritte bei der Vernetzung von Fahrzeugen untereinander und mit dem Internet über eine Fülle neuer Funktionalitäten, die bisher ausschließlich Home-Entertainment-Systemen oder mobilen Computern wie beispielsweise Smartphones oder Tablets vorbehalten blieben. Die damit einhergehende Zunahme der Komplexität automotiver Benutzerschnittstellen stellt die Automobilhersteller jedoch vor die Herausforderung, neue und effiziente Bedienkonzepte zu entwickeln, die neben dem markenspezifischen Look-And-Feel auch die Integration der Benutzerschnittstelle bestehender mobiler Endgeräte oder auch die durch nachträgliche Installation von Applikationen ermöglichte individuelle Gestaltung der Benutzerschnittstelle berücksichtigen. Im Vordergrund der Untersuchungen dieser Forschungsarbeit steht daher insbesondere das Bedienkonzept der Personalisierung, welches sich mit der Anpassungsfähigkeit der Benutzerschnittstellen an die individuellen Bedürfnisse der Benutzer auseinandersetzt. Dazu wird ein neuartiges Verfahren zur Verarbeitung unterschiedlicher Sensordaten vorgestellt, welches es zukünftigen mobilen Systemen wie z.B. In-Car-Infotainment-Systemen ermöglicht, das situationsabhängige Benutzerverhalten implizit zu erfassen, automatisch auf Regelmäßigkeiten hin untersuchen zu lassen und die sich daraus ergebenden kontextsensitiven Bedienmuster als Ausgangsbasis für proaktive Adaptionen der Benutzerschnittstelle zu nutzen. Bei dem Verfahren werden erstmals bestimmte Methoden zur Erkennung sequentieller Muster und bekannte Techniken des nicht-überwachten Gruppierens innerhalb eines Prozesses gemeinsam angewendet, um in der Fülle von benutzer- und umgebungsspezifischen Sensordaten, ohne ein explizites Eingreifen durch den Benutzer, automatisiert ähnliche Sequenzen von Mensch-Maschine-Interaktionen zu erkennen. Unterstützt wird dieses als Dienst konzipierte Verfahren zur kontextsensitiven Personalisierung durch in Vorlagen zu definierende Regeln, die je nach Anwendungsfall bestimmen, welche spezifischen Mensch-Maschine-Interaktionen zu einer kontextsensitiven Personalisierung beitragen können, inwiefern aufgezeichnete Interaktionen zum Zweck der Prüfung auf Relevanz zusammengefasst werden und auf welche Art und Weise Situationen erkannt werden, in denen die ermittelten kontextsensitiven Präferenzen gegebenenfalls eine Modifikation der Benutzerschnittstelle auslösen. Vorgestellt werden - im Sinne eines Proof-of-Concepts - eine dazu passende prototypische automotive Benutzerschnittstelle, die mit Regeln versehenen Vorlagen und zwei unterschiedliche Formen der kontextsensitiven Personalisierung, welche beispielhaft in vier automotiven Bedienszenarien zum Einsatz kommen. Außerdem wird eine Methode der modellbasierten Simulation der interaktionsbezogenen Sensordaten präsentiert, mit der die über einen längeren Zeitraum stattfindende kontextsensitive Personalisierung zu Testzwecken im Labor simuliert werden kann. Ergänzt wird die Forschungsarbeit um eine detaillierte Beschreibung des Ablaufs und der Ergebnisse einer im Rahmen dieser Forschung erfolgten Benutzerevaluation, die auf Grundlage eines ebenfalls hier entworfenen Echtzeitsimulators für kontextuelle Informationen durchgeführt wurde. Die Benutzerevaluation diente unter anderem der Untersuchung der durch die kontextsensitive Personalisierung hervorgerufenen Ablenkung des Fahrers und der Bewertung der Attraktivität adaptiver Bestandteile einer automotiven Benutzerschnittstelle.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Rodriguez Garzon, Sandro
Rights
- Licence dc:rights.uri
- Language dc:language.iso
- de, German
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier URI
-
urn:nbn:de:kobv:83-opus4-45510
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-3892 - OAI identifier oai:identifier
- oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/4189