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Universitätsverlag der TU Berlin

Humanitäre Logistik für die Versorgungsproblematik in Subsahara-Afrika

Abstract

dc:description.abstract

Subsahara-Afrika ist in besonderer Weise von humanitärer Not betroffen, mehr als 1/3 der Bevölkerung ist chronisch unterernährt, mehr als 50 Prozent ist ohne ausreichenden Zugang zu Trinkwasser, 80 Prozent der Bevölkerung ist von der Gesundheitsversorgung weitestgehend ausgeschlossen. Gleichzeitig wird Subsahara-Afrika immer wieder von akuten und permanenten Katastrophen getroffen, welche in ihrer Anzahl und Auswirkung zunehmen. Dieser Bedeutung folgend wurde an der Technischen Universität Berlin unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Dr. rer. pol. h.c. das Forschungsprojekt „Humanitäre Logistik“ von 2009 bis 2011 durchgeführt, dessen Ergebnisse in der vorliegenden Dissertation modifiziert und erweitert wurden. Die Planung, Gestaltung und Durchführung logistischer Prozesse erfordert neben der Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur das hierüber erforderliche Wissen unter Berücksichtigung lokaler Strukturen und länderspezifischer exogener Faktoren. Die Logistikaus- und -weiterbildung wird den Anforderungen eines solchen Logistiksystems nicht gerecht, weder ist das Bewusstsein für die Bedeutung der Logistik in Subsahara-Afrika verbreitet, noch verfügen die Länder über eine ausreichende Wissensbasis, woraus das erklärte Ziel für diese Arbeit folgt, Logistikkapazität in Hungerländern Afrikas aufzubauen. Hierzu wird ein Transfermodell für sämtliche Kernakteure der humanitären Hilfe entwickelt, welches in einem multilateralen Prozess die Identifikation und den Transfer von relevantem Logistikwissen unter Berücksichtigung aller exogenen Faktoren gestaltet, welche die ökonomischen und versorgungsrelevanten Fähigkeiten einer Volkswirtschaft betreffen. Für die Identifikation, den Transfer und die Speicherung von Wissen wird ein zweistufiges Modell entwickelt, welches ausgehend von vorhandenen Transfermodellen, die Gestaltung des Wissenstransfers in vier Kernphasen diskutiert. Zur Identifikation von Logistikwissen wird basierend auf einer empirischen Untersuchung von ausbildungsrelevanten Defiziten an afrikanischen Hochschulen eine Inhaltsanalyse von Stellenanzeigen in Afrika durchgeführt, welche Tätigkeitsfelder und Qualifikationsanforderungen für Logistiker in der humanitären Hilfe ergibt. Zur Gestaltung der nachfolgenden Phasen werden auf der ersten Stufe die Prozesse der Clusteranalyse zur Auswahl der Transferländer, die Bedarfsanalyse zur Bestimmung des tatsächlichen Transferbedarfs sowie die Auswahl und Durchführung der Transfermethoden zwischen Industrie- und Entwicklungsländern durchgeführt. Die zweite Stufe des Modells diskutiert die innerafrikanischen Transferprozesse und Bildung von Wissensnetzwerken. Das Vorgehen wird abschliessend am Beispiel Tansanias angewandt. Gedruckte Version im Universitätsverlag der TU Berlin (www.univerlag.tu-berlin.de) ISBN 978-3-7983-2444-2, ISSN 1865-3170

Degree

thesis:*
Grantor
Universitätsverlag der TU Berlin
Year dc:date.issued
2012

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Schwarz, Jennifer Rebecca
Advisor dc:contributor.advisor
  • Baumgarten, Helmut

Rights

Language dc:language.iso
de, German

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier URI
urn:nbn:de:kobv:83-opus-36398
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-3459
OAI identifier oai:identifier
oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/3756

Chain of custody

source
Harvested from
Technische Universität Berlin
Base URL
api-depositonce.tu-berlin.de/server/oai/request
Last updated
2026-07-27
Source record
OAI-PMH GetRecord
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Schwarz, Jennifer Rebecca. Humanitäre Logistik für die Versorgungsproblematik in Subsahara-Afrika. Universitätsverlag der TU Berlin, 2012. https://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/3756