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Technische Universität Berlin

Distributive Impacts of Global Climate Change Mitigation. Effects of Technology, Emission Permit Allocation and Energy Trade

Abstract

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Die Dissertationsschrift analysiert die Auswirkungen einer stringenten Begrenzung der globalen CO2-Emissionen auf die Wohlstandsentwicklung in verschiedenen Weltregionen. Ein solches Emissionsziel führt zu einer signifikanten Umverteilung von Wohlstand zwischen den Weltregionen, da zum einen die Ressourcenrenten für fossile Energieträger entwertet werden und zum anderen eine Klimarente zwischen den Teilnehmern eines globalen Emissionshandelssystems aufgeteilt wird. Die Umverteilung drückt sich in regional unterschiedlichen Klimaschutzkosten aus. In bisherigen Studien wurde die zentrale Rolle dreier Dimensionen für die regionalen Klimaschutzkosten herausgestellt: Die Verfügbarkeit emissionsarmer Technologien im Energiesektor, der internationale Handel mit fossilen Energieträgern und die Anfangszuteilung von Emissionsrechten in einem globalen Emissionshandelssystem. Die Bedeutung einzelner Faktoren auf die regionalen Kosten wurde bislang allenfalls quantitativ diskutiert. Die Neuartigkeit dieser Arbeit liegt im Ansatz, die drei Dimensionen Technologie, Anfangszuteilung der Emissionsrechte und Energiehandel sowie ihr Zusammenwirken in einem gemeinsamen Analyserahmen zu untersuchen. Methodisch bedient sich die Arbeit der Szenarienanalyse am Modell REMIND, das wesentliche ökonomische und energietechnische Prozesse, die durch ein globales Emissionsziel beeinflusst werden, in einer langfristigen, multiregionalen Perspektive beschreibt. Ferner wird eine neu entwickelte Dekompositionsmethode verwendet, um verschiedene Einflussfaktoren auf die regionalen Klimaschutzkosten quantifizieren zu können. Die Arbeit kommt zu folgenden Kernergebnissen: Die Verfügbarkeit eines breiten Portfolios emissionsarmer Technologien reduziert den globalen CO2-Preis und folglich die globalen und (im Allgemeinen) die regionalen Kosten des Klimaschutzes. Allerdings können einzelne Regionen in Einzelfällen von einer beschränkten Verfügbarkeit emissionsarmer Technologien profitieren. Die Entwertung von Öl- und Kohlereserven trägt deutlich zu den vergleichsweise hohen Klimaschutzkosten der Exportregionen bei. Dagegen profitieren die Exporteure von Erdgas und Uran von einer Aufwertung ihrer Reserven. Die Analyse der Rolle des Energiehandels wird durch den Einbezug von Handelskosten im Modell deutlich verbessert. Der Handel mit Emissionsrechten wirkt sich (unter den in der Arbeit gemachten Annahmen) ausschließlich als Umverteilung zwischen den Regionen aus. Die verhandelbare Wahl der Anfangszuteilung ermöglicht dabei eine substanzielle Modifikation der regionalen Kostenverteilung. Zusammenhänge zwischen den drei Dimensionen spielen eine zentrale Rolle für die regionale Kostenverteilung. Ein niedriger CO2-Preis reduziert den monetären Wert handelbarer Emissionsrechte, so dass die Wahl der Anfangszuteilung geringere Auswirkungen hat. Ferner kann die Verfügbarkeit von Technologien die Präferenzordnung einzelner Regionen für Anfangszuteilungen verändern und beeinflusst die Größe der Energiehandelseffekte. Schließlich können Technologien neue Handelsflüsse ermöglichen; am Beispiel einer Technologie zur interregionalen Stromübertragung wird aufgezeigt, dass globale und regionale Klimaschutzkosten dadurch verringert werden können. Aus den Ergebnissen werden folgende Schlussfolgerungen für die Klimapolitik gezogen: Der Förderung und Verbreitung innovativer emissionsarmer Technologien sollte in der Klimapolitik mehr Beachtung als bislang zukommen, da dadurch Debatten über die Verteilung der Klimaschutzkosten entschärft werden können. Ferner sollten internationale Verhandlungen bei der Aushandlung nationaler Ziele zur Emissionsminderung die regionalen Klimaschutzkosten stärker als bisher in den Blick nehmen und dabei zwischen verhandelbaren und nicht verhandelbaren Kosten unterscheiden.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Lüken, Bernhard Michael
Advisor dc:contributor.advisor
  • Edenhofer, Ottmar

Rights

Language dc:language.iso
en, English

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier URI
urn:nbn:de:kobv:83-opus-32141
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-2953
OAI identifier oai:identifier
oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/3250

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Technische Universität Berlin
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api-depositonce.tu-berlin.de/server/oai/request
Last updated
2026-07-27
Source record
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Lüken, Bernhard Michael. Distributive Impacts of Global Climate Change Mitigation. Effects of Technology, Emission Permit Allocation and Energy Trade. 2011. https://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/3250