Technische Universität Berlin
Empowering women in logistics for circular economy transformation in Ethiopia and Ghana
Abstract
dc:description.abstractDie vorliegende Dissertation entwickelt und validiert FeCiLog (Female empowerment for circular innovations in logistics) als kompetenzbasiertes Konzept, um Managerin-nen und Unternehmerinnen in der Logistik zu befähigen, zirkuläre Innovationen in Äthiopien und Ghana zu gestalten. Im Zentrum steht die Frage, mit welchen Kompe-tenzen Frauen in strategisch relevanten Rollen die Transformation zur Circular Eco-nomy vorantreiben können. Da Zirkularität eine strategische Planung und Abstim-mung von Material- und Informationsflüssen erfordert, betrachtet die Arbeit Logistik als einen wesentlichen Befähiger der Circular Economy. Zugleich betrachtet sie Fe-male Empowerment als einen zweiten unverzichtbaren Hebel, da eine nachhaltige zir-kuläre Transformation Frauen in eine einflussreiche Rolle im Management und als Un-ternehmerinnen verlangt. Äthiopien und Ghana wurden als vergleichbare Transformationskontexte in Subsahara-Afrika ausgewählt, weil beide einen Entwicklungsbedarf in der Logistik mit deut-lichen Nachhaltigkeits- und Geschlechterungleichheiten verbinden. Während Äthio-pien eine geringere Leistungsfähigkeit der Logistik und niedrigere SDG-Fortschritte aufweist, weist Ghana teilweise stärkere strukturelle Voraussetzungen, zugleich aber ausgeprägtere soziale und organisationale Barrieren für Frauen in der Logistik auf. Der Fokus auf Managerinnen und Unternehmerinnen ergibt sich aus ihrer strategi-schen Bedeutung: Managerinnen gestalten bestehende Organisations- und Netz-werkstrukturen, während Unternehmerinnen neue logistische Konfigurationen auf-bauen und positionieren; beide Zielgruppen handeln in Räumen, in denen zirkuläre Innovationen initiiert, gesteuert und skaliert werden können. Methodisch folgt die Dissertation einem anwendungsorientierten und partizipativen Multi-Methoden-Design. Sie synthetisiert zukunftsgerichtete Arbeitsanforderungen, analysiert geschlechtsspezifische Barrieren und führt beide Dimensionen in der Aus-legeordnung als Conceptual Mapping zusammen, um Critical Incidents zu identifizie-ren. Zur empirischen Schärfung setzt die Arbeit die Critical Incident Technique (CIT, eine erfahrungsbasierte Methode zur Analyse besonders wirksamer oder unwirksa-mer Arbeitssituationen, um daraus Verhaltensanforderungen abzuleiten) auf Grund-lage von Datenerhebungen in Workshops in Addis Abeba und Kumasi. Diese werden mithilfe der Nominal Group Technique (NGT, eine strukturierte Methode zur Ideen- und Entscheidungsfindung, die die gleichberechtigte Beteiligung unterschiedlicher Expert:innen sowie die gemeinsame Priorisierung von Ideen unterstützt) strukturiert. So werden Critical Incidents in den Bereichen Management logistischer Netzwerke, Management zirkulärer Innovationen und Management nachhaltiger Transformation abgeleitet. Aus diesen Incidents entwickelt die Dissertation zentrale Kompetenzen, bündelt sie zu zehn Kompetenzclustern und übersetzt sie in kognitive, affektive und psychomotori-sche Lernziele. Dieser Dreiklang bildet die Grundlage von FeCiLog als Curriculum mit vier integrierten Modulen: Blended Learning, Community of Practice, Mentoring und Co-Creation. Ergänzt wird das Curriculum von FeCiLog um ein mehrstufiges Ökosystem, in dem zunächst förderliche und hinderliche Faktoren betrachtet werden, um anschließend förderliche Maßnahmen zur Personal- und Organisationsentwicklung abzuleiten. Abschließend validiert die Dissertation die Ergebnisse durch die Kombination aus in-ternem Delphi-Verfahren und externer Begutachtung durch Expert:innen in Äthiopien und Ghana. Die Ergebnisse bestätigen FeCiLog als tragfähige und anpassbare Grund-lage für inklusives Female Empowerment in der Logistik sowie für die Transformation zur Circular Economy.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Harz-Vrátil, Martin
- Advisor dc:contributor.advisor
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- Straube, Frank
Rights
- Licence dc:rights.uri
- Language dc:language.iso
- en
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier URI
- https://doi.org/10.14279/depositonce-26221
- OAI identifier oai:identifier
- oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/27385