{"id":{"repo_id":"tu-berlin","oai_identifier":"oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/27266"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/tu-berlin/oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/27266","repository":{"repo_id":"tu-berlin","name":"Technische Universität Berlin","base_url":"https://api-depositonce.tu-berlin.de/server/oai/request"},"display":{"title":"Ökonomische Analysen zur Transformation des Straßengüterverkehrs und zur Bereitstellung von Ladeinfrastruktur","abstract":"In dieser Arbeit werden zwei Themengebiete beleuchtet, die die Transformation zu einem klimaneutralen Straßengüterverkehr in Deutschland betreffen. Im ersten Teil wird bei Berücksichtigung der europäischen Einbettung des Straßengüterverkehrs untersucht, welche Technologieoptionen nach Abschluss der Transformation von Bedeutung sein sollten und diesbezügliche Unsicherheiten werden herausgearbeitet. Ziel ist es, (kurzfristige) Handlungsempfehlungen für die deutsche Politik zu entwickeln. Dabei wird sequenzielles Entscheiden als Option einbezogen, wodurch zu erwartende Wissenszuwächse Berücksichtigung finden können. Im Ergebnis zeigt sich, dass der flächendeckende Aufbau von Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Lkw unverzüglich in größtmöglichem Umfang vorangetrieben werden sollte. Die Option, Oberleitungen als ergänzende Ladeinfrastruktur einzusetzen, sollte derzeit noch offengehalten werden. Kraftstoffbasierte Lkw mit Wasserstoff (H2) oder synthetischen Kohlenwasserstoffen sollten nur von geringer Bedeutung sein. Kurzfristig bestehen in diesem Bereich kaum Handlungserfordernisse, allerdings sind mit Bezug zu H2-Lkw und den erforderlichen Infrastrukturen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu empfehlen. Im zweiten Teil werden Fragen zur Bereitstellung von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Lkw betrachtet. Zum einen wird die Ausgestaltung eines Soll-Angebotskonzepts analysiert. Im Kontext von erwarteten Ladebedürfnissen wird zunächst dargelegt, warum mehrere Basis-Produkte angeboten werden sollten. Ferner werden Ausgestaltungsoptionen hinsichtlich der Kapazitätsdimensionierung und -vermarktung diskutiert, wobei der Fokus auf der Produkt- und Preisgestaltung liegt. Zudem werden Besonderheiten in der Markthochlaufphase und mit Bezug zu unterschiedlichen Standorttypen thematisiert. Anknüpfend an die Analyse zum Soll-Angebotskonzept wird zum anderen das staatliche Engagement bei der Bereitstellung von Ladeinfrastruktur unter Rückgriff auf institutionenökonomische Erkenntnisse in den Blick genommen. Ein zentrales Ergebnis ist, dass eine Basisversorgung stets in staatlicher Bereitstellungsverantwortung liegen sollte. Die Ausgestaltung der staatlichen Unterstützung für privat bereitgestellte Ladeinfrastruktur ist Gegenstand weiterer Untersuchungen. Vor dem Hintergrund der Einordnung des Status quo sind die Entwicklung eines stabilen Finanzierungsregimes für Ladeinfrastruktur und detaillierte Untersuchungen zur Produkt- und Preisgestaltung zu empfehlen.","abstract_html":"In dieser Arbeit werden zwei Themengebiete beleuchtet, die die Transformation zu einem klimaneutralen Straßengüterverkehr in Deutschland betreffen. Im ersten Teil wird bei Berücksichtigung der europäischen Einbettung des Straßengüterverkehrs untersucht, welche Technologieoptionen nach Abschluss der Transformation von Bedeutung sein sollten und diesbezügliche Unsicherheiten werden herausgearbeitet. Ziel ist es, (kurzfristige) Handlungsempfehlungen für die deutsche Politik zu entwickeln. Dabei wird sequenzielles Entscheiden als Option einbezogen, wodurch zu erwartende Wissenszuwächse Berücksichtigung finden können. Im Ergebnis zeigt sich, dass der flächendeckende Aufbau von Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Lkw unverzüglich in größtmöglichem Umfang vorangetrieben werden sollte. Die Option, Oberleitungen als ergänzende Ladeinfrastruktur einzusetzen, sollte derzeit noch offengehalten werden. Kraftstoffbasierte Lkw mit Wasserstoff (H2) oder synthetischen Kohlenwasserstoffen sollten nur von geringer Bedeutung sein. Kurzfristig bestehen in diesem Bereich kaum Handlungserfordernisse, allerdings sind mit Bezug zu H2-Lkw und den erforderlichen Infrastrukturen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu empfehlen. Im zweiten Teil werden Fragen zur Bereitstellung von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Lkw betrachtet. Zum einen wird die Ausgestaltung eines Soll-Angebotskonzepts analysiert. Im Kontext von erwarteten Ladebedürfnissen wird zunächst dargelegt, warum mehrere Basis-Produkte angeboten werden sollten. Ferner werden Ausgestaltungsoptionen hinsichtlich der Kapazitätsdimensionierung und -vermarktung diskutiert, wobei der Fokus auf der Produkt- und Preisgestaltung liegt. Zudem werden Besonderheiten in der Markthochlaufphase und mit Bezug zu unterschiedlichen Standorttypen thematisiert. Anknüpfend an die Analyse zum Soll-Angebotskonzept wird zum anderen das staatliche Engagement bei der Bereitstellung von Ladeinfrastruktur unter Rückgriff auf institutionenökonomische Erkenntnisse in den Blick genommen. Ein zentrales Ergebnis ist, dass eine Basisversorgung stets in staatlicher Bereitstellungsverantwortung liegen sollte. Die Ausgestaltung der staatlichen Unterstützung für privat bereitgestellte Ladeinfrastruktur ist Gegenstand weiterer Untersuchungen. 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Kurzfristig bestehen in diesem Bereich kaum Handlungserfordernisse, allerdings sind mit Bezug zu H2-Lkw und den erforderlichen Infrastrukturen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu empfehlen. Im zweiten Teil werden Fragen zur Bereitstellung von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Lkw betrachtet. Zum einen wird die Ausgestaltung eines Soll-Angebotskonzepts analysiert. Im Kontext von erwarteten Ladebedürfnissen wird zunächst dargelegt, warum mehrere Basis-Produkte angeboten werden sollten. Ferner werden Ausgestaltungsoptionen hinsichtlich der Kapazitätsdimensionierung und -vermarktung diskutiert, wobei der Fokus auf der Produkt- und Preisgestaltung liegt. Zudem werden Besonderheiten in der Markthochlaufphase und mit Bezug zu unterschiedlichen Standorttypen thematisiert. Anknüpfend an die Analyse zum Soll-Angebotskonzept wird zum anderen das staatliche Engagement bei der Bereitstellung von Ladeinfrastruktur unter Rückgriff auf institutionenökonomische Erkenntnisse in den Blick genommen. Ein zentrales Ergebnis ist, dass eine Basisversorgung stets in staatlicher Bereitstellungsverantwortung liegen sollte. Die Ausgestaltung der staatlichen Unterstützung für privat bereitgestellte Ladeinfrastruktur ist Gegenstand weiterer Untersuchungen. Vor dem Hintergrund der Einordnung des Status quo sind die Entwicklung eines stabilen Finanzierungsregimes für Ladeinfrastruktur und detaillierte Untersuchungen zur Produkt- und Preisgestaltung zu empfehlen.","This thesis investigates two areas related to the transition to climate-neutral road freight transport in Germany. The first part explores the future relevance of technological options once the transition is complete and identifies the key uncertainties, taking the European context of road freight transport into account. The aim is to develop (short-term) policy recommendations. This includes the option of sequential decision-making, enabling future gains in knowledge to be incorporated. The results show that the nationwide provision of charging infrastructure for battery-electric trucks should be driven forward immediately and on the largest possible scale. The option of using overhead lines as complementary charging infrastructure should be kept open at this time. Fuel-based trucks with hydrogen (H2) or synthetic hydrocarbons are of minor significance. In the short term, there is little need for action in this area, although research and development activities regarding H2 trucks and infrastructure are recommended. The second part addresses questions related to the provision of public charging infrastructure for battery-electric trucks. First, the design of a target supply concept is analysed. In the context of expected charging needs, the thesis explains why several basic products should be offered. Furthermore, design options regarding capacity dimensioning and marketing are discussed, with a focus on product design and pricing. In addition, specific aspects in the market ramp-up phase and for different types of locations are examined. Building on the analysis of the target supply concept, the thesis investigates state involvement in the provision of charging infrastructure, incorporating institutional economic insights. A key finding is that the provision of a basic charging network should always be the responsibility of the state. The design of state support for privately provided charging infrastructure is the subject of further research. Against the backdrop of the status quo, the development of a stable financing regime for charging infrastructure and detailed studies on product design and pricing are recommended."]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Ökonomische Analysen zur Transformation des Straßengüterverkehrs und zur Bereitstellung von Ladeinfrastruktur"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor.advisor":["Beckers, Thorsten"],"dc:creator":["Grüter, Carolin Elisabeth"],"dc:date.accessioned":["2026-06-25T09:56:18Z"],"dc:date.available":["2026-06-25T09:56:18Z"],"dc:date.issued":["2026"],"dc:description.abstract":["In dieser Arbeit werden zwei Themengebiete beleuchtet, die die Transformation zu einem klimaneutralen Straßengüterverkehr in Deutschland betreffen. 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Kurzfristig bestehen in diesem Bereich kaum Handlungserfordernisse, allerdings sind mit Bezug zu H2-Lkw und den erforderlichen Infrastrukturen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu empfehlen. Im zweiten Teil werden Fragen zur Bereitstellung von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Lkw betrachtet. Zum einen wird die Ausgestaltung eines Soll-Angebotskonzepts analysiert. Im Kontext von erwarteten Ladebedürfnissen wird zunächst dargelegt, warum mehrere Basis-Produkte angeboten werden sollten. Ferner werden Ausgestaltungsoptionen hinsichtlich der Kapazitätsdimensionierung und -vermarktung diskutiert, wobei der Fokus auf der Produkt- und Preisgestaltung liegt. Zudem werden Besonderheiten in der Markthochlaufphase und mit Bezug zu unterschiedlichen Standorttypen thematisiert. Anknüpfend an die Analyse zum Soll-Angebotskonzept wird zum anderen das staatliche Engagement bei der Bereitstellung von Ladeinfrastruktur unter Rückgriff auf institutionenökonomische Erkenntnisse in den Blick genommen. Ein zentrales Ergebnis ist, dass eine Basisversorgung stets in staatlicher Bereitstellungsverantwortung liegen sollte. Die Ausgestaltung der staatlichen Unterstützung für privat bereitgestellte Ladeinfrastruktur ist Gegenstand weiterer Untersuchungen. Vor dem Hintergrund der Einordnung des Status quo sind die Entwicklung eines stabilen Finanzierungsregimes für Ladeinfrastruktur und detaillierte Untersuchungen zur Produkt- und Preisgestaltung zu empfehlen.","This thesis investigates two areas related to the transition to climate-neutral road freight transport in Germany. The first part explores the future relevance of technological options once the transition is complete and identifies the key uncertainties, taking the European context of road freight transport into account. The aim is to develop (short-term) policy recommendations. This includes the option of sequential decision-making, enabling future gains in knowledge to be incorporated. The results show that the nationwide provision of charging infrastructure for battery-electric trucks should be driven forward immediately and on the largest possible scale. The option of using overhead lines as complementary charging infrastructure should be kept open at this time. Fuel-based trucks with hydrogen (H2) or synthetic hydrocarbons are of minor significance. In the short term, there is little need for action in this area, although research and development activities regarding H2 trucks and infrastructure are recommended. The second part addresses questions related to the provision of public charging infrastructure for battery-electric trucks. First, the design of a target supply concept is analysed. In the context of expected charging needs, the thesis explains why several basic products should be offered. Furthermore, design options regarding capacity dimensioning and marketing are discussed, with a focus on product design and pricing. In addition, specific aspects in the market ramp-up phase and for different types of locations are examined. Building on the analysis of the target supply concept, the thesis investigates state involvement in the provision of charging infrastructure, incorporating institutional economic insights. A key finding is that the provision of a basic charging network should always be the responsibility of the state. The design of state support for privately provided charging infrastructure is the subject of further research. 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