Technische Universität Berlin
Klärschlammnetzwerke als Werkzeug zur Bildung integrierter Klärschlammverwertungskonzepte
Abstract
dc:description.abstractÄnderungen in der Gesetzgebung beschränken zunehmend die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung und definieren Anforderungen an eine thermische Verwertung und Phosphorrückgewinnung ab den Jahren 2029 bzw. 2032. Daraus resultiert für viele kommunale Abwasserentsorger in Deutschland die Notwendigkeit, ihre aktuell praktizierten Verwertungswege zu überdenken und sich strategisch zu positionieren, um eine langfristige, rechtskonforme Klärschlammverwertung sicherzustellen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Forschungsfrage, ob Klärschlammnetzwerke als Werkzeug zur Bildung integrierter Klärschlammverwertungskonzepte geeignet sind. Zur Beantwortung dieser Forschungsfrage erfolgte eine Zusammenstellung und die Entwicklung eines allgemeinen Überblicks der aktuellen Herausforderungen und Rahmenbedingungen sowie eine theoretische und praktische Untersuchung und Bewertung von Netzwerken und dem Nutzen von Klärschlammnetzwerken und Kooperationen unter Bezugnahme auf bestehende Aktivitäten aus der Praxis. Es wurde herausgearbeitet, wie eine Zusammenarbeit in Klärschlammnetzwerken erfolgen kann und ob diese Netzwerke zur Bewältigung der aktuellen und künftigen Herausforderungen sinnvoll und hilfreich sind. Weiterhin wurde untersucht, ob Klärschlammnetzwerke geeignet sind, die Relevanz aktueller Entwicklungen zu verdeutlichen und Betroffene miteinander verbinden, entsprechende Synergien zu heben und damit zur Bildung integrierter Klärschlammverwertungskonzepte beizutragen. Zudem wurden theoretische Szenarien zur künftigen Klärschlammverwertung erarbeitet und bewertet. Mithilfe eines eigens entwickelten Excel-basierten Tools als Kurzcheck können auf Basis spezifischer Betreiberdaten aktuelle Klärschlammverwertungswege überprüft und ein Vorschlag für zukünftige Verwertungsmöglichkeiten gegeben werden. Im Ergebnis der Untersuchungen lässt sich festhalten, dass das Zusammenarbeiten im Rahmen von Klärschlammnetzwerken und das Ergebnis abhängig von den jeweiligen Rahmenbedingungen, den individuellen Zielen sowie dem Engagement der Teilnehmenden ist. Klärschlammnetzwerke stellen keinen Anspruch auf eine individuelle Lösungsfindung oder die Entwicklung spezifischer Klärschlammverwertungskonzepte sicher, sondern ermöglichen als Informations- und Wissensplattform einen offenen Dialog mit möglichen Kooperationspartnern und können dadurch bei der Bildung integrativer Klärschlammstrategien sinnvoll und hilfreich sein.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Mentzel, Josie
- Advisor dc:contributor.advisor
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- Hinkelmann, Reinhard
Rights
- Licence dc:rights.uri
- Language dc:language.iso
- de
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier URI
- https://doi.org/10.14279/depositonce-25232
- OAI identifier oai:identifier
- oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/26404