Technische Universität Berlin
Endogenous Technological Change in Strategies for Mitigating Climate Change
Abstract
dc:description.abstractDiese Arbeit zeigt, dass induzierter technischer Fortschritt die wirtschaftliche Belastung durch Klimaschutzpolitik erheblich reduzieren kann, und dass die hierfür notwendige internationale Kooperation durch geschicktes Koppeln von Klimaschutz an weitere Verhandlungsgegenstände erreicht werden könnte. Ausgangspunkt der Betrachtung sind zwei Annahmen: Erstens, Maßnahmen zur Vermeidung von Klimawandel sind dringend notwendig, and zweitens, technologischer Fortschritt wird darin eine wichtige Rolle spielen. Empirisch ist gezeigt worden, dass technischer Fortschritt durch Politik induziert werden kann. Es besteht jedoch Uneinigkeit über die Auswirkung solches induzierten technischen Fortschritts (induced technological change, ITC) auf die Kosten von Klimaschutz. Ein deutliches politisches Signal ist Vorraussetzung dafür, zusätzlichen technologischen Fortschritt auszulösen. Die Literatur zu internationalen Umweltabkommen zeigt jedoch , dass die Aussicht auf eine global einheitliche Klimapolitik eher düster ist. Dies motiviert zwei Forschungsfragen. Zum einen, welche Rolle spielt ITC für Klimaschutzpolitik? Zum anderen, wie kann ein globales Klimaabkommen aussehen, dass den notwendigen technischen Fortschritt auslöst? Diese Arbeit stellt vier Artikel vor, die zur Beantwortung dieser Fragen beitragen. Der erste Artikel konzentriert sich auf die Bedeutung von ITC für die Klimaschutzkosten und die CO-Vermeidungsstrategien in dem Integrated Assessment Model MIND. Es stellt sich heraus, dass ITC großem Einfluss sowohl auf Klimaschutzkosten alsauch auf Vermeidungsstrategien hat. Dies zeigt, wie wichtig die Berücksichtigung von ITC innerhalb der Vermeidungsoptionen aber auch als treibende Kraft des Wirtschaftswachstums ist. Im zweiten Artikel vergleiche ich zehn aktuelle Modelle internationaler Forschungsteams, die ITC berücksichtigen. Der Vergleich zeigt die unterschiedliche Bedeutung von ITC in den Modellen für Klimaschutzkosten und Vermeidungsstrategien. Es werden Schlussfolgerungen identifiziert, die in allen Modellen gültig sind. Für wichtige Unterschiede zwischen den Modellen werden die wesentlichen Ursachen identifiziert. Dafür ist die Konstruktion von geeigneten ceteris paribus Szenarien der Kern des Vergleiches, die es erlauben, den Einfluss von ITC zu isolieren. Die ersten beiden Artikel implementieren Klimapolitik als Stabilisierung der CO-Konzentration, sie gehen also implizit von vollständiger globaler Kooperation in Sachen Klimapolitik aus, obwohl bekannt ist, dass dies aufgrund der Anreizstruktur eher unwahrscheinlich ist. Im dritten Artikel zeige ich deshalb, wie die Bereitschaft zur Kooperation durch die Koppelung von Klimaabkommen an Handelssanktionen gestärkt werden kann. Kooperatives Verhalten nimmt dabei mit der Höhe der Einfuhrzölle zu bis hin zur vollständigen Kooperation. Die internationalen Substitutionsmöglichkeiten der gehandelten Güter untereinander bestimmt dabei, wie effektiv die Zölle auf die Kooperation wirken. Der vierte Artikel wendet das Koalitionsmodel auf die Möglichkeit der Forschungs- und Entwicklungskooperation an. Es stellt sich heraus, dass die Koppelung von Klimaabkommens an gemeinschaftliche Forschung und Entwicklung die Anreizstruktur zu gunsten erhöhter Kooperation verändert. Desweiteren wird gezeigt, unter welchen Umständen Technologiestandards einen positiven Beitrag zur kooperativen Klimaschutzpolitik bilden können. Zusammenfassened haben die Artikel, die in dieser Arbeit zusammengefasst sind, gezeigt, dass ITC durchaus Potential hat, die Belastung der Weltökonomie durch Klimaschutzpolitik zu mindern. Das deutliche Preissignal, dass diesen technischen Fortschritt auslösen könnte, kann durch Klimaschutzabkommen gesetzt werden, deren Erfolgsaussichten durch eine Kopplung an Handelssanktionen einerseits, und eine Kopplung an Forschungskooperation andererseits erheblich verbessert werden kann.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Lessmann, Kai
- Advisor dc:contributor.advisor
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- Edenhofer, Ottmar
Rights
- Licence dc:rights.uri
- Language dc:language.iso
- en, English
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier URI
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urn:nbn:de:kobv:83-opus-23595
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-2258 - OAI identifier oai:identifier
- oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/2555