Technische Universität Berlin
Urban Ethnicity in Santiago de Chile. Mapuche Migration and Urban Space
Abstract
dc:description.abstractDas urbane Phänomen ist im Wandel. In den vergangenen Jahren tauchten neue Modelle und Formen von Urbanität auf. Die Einführung neoliberaler Politik als auch eine etablierte Globalisierung in Lateinamerika wirken sich nicht nur auf die Ausdehnung des Kommunikations- und Informationsflusses, sondern auch, auf Formen sozialer Kohäsion aus, die seit Mitte des XX. Jahrhunderts entstanden sind. Dieser neue Kontext verändert bedeutsam die Art und Weise, in der die Menschen ihre Identitäten und Zugehörigkeitsgefühle in der urbanen Gesellschaft entwickeln. Seit den 1990er Jahren ist Ethnizität eine wichtige Ressource geworden, um dem zunehmendem Anteil der urbanen lateinamerikanischen Bevölkerung Identitätsquellen zu liefern. Aus der Perspektive der Städter dienen ethnische Wurzeln als Ressourcen für soziale Kohäsion und zur Anerkennung als soziale Akteure. Die Absicht der vorliegenden Arbeit ist die Erkundung des Bildungsprozesses einer urbanen Ethnizität in Santiago de Chile. Mapuche bilden die zahlenmäßig stärkste ethnische Gruppe in Chile, ca. die Hälfte von ihnen wohnt in Santiago. Obwohl Mapuche die größte indigene Gruppe in Santiago sind, wenn man den urbanen Raum betrachtet, sind Mapuche relativ unsichtbar. Die Entstehung der Kategorien von ‚urbanem Mapuche’ und ‚Mapuche-Warriache’ in den letzten Jahrzehnten weisen allerdings auf die zunehmende Relevanz der Ethnizität, als Identitätsquelle in Santiago de Chile, hin. Ethnizität bezieht sich hierbei auf kollektive Identitäten. In dieser Hinsicht ist Ethnizität die Art und Weise mit der sich ein Kollektiv vom Anderen unterscheidet. Ethnizität ist ein breites Konzept, das einen Differenzierungsprozess beschreibt. Das Hauptziel der vorliegenden Dissertation ist die Erforschung der Strategien, mit denen die Mapuche Gesellschaft in Santiago Differenzen - bezogen auf den Rest der sowohl urbanen Gesellschaft als auch der traditionellen Mapuche Gesellschaft – aufbaut, als auch ethnische Identitätsbildungs-Prozesse zu erkennen. Die Arbeit baut auf der Hypothese, dass die heutigen urbanen Mapuche-Migranten und ihre zweite Generation hybride Identitäten bilden. Statt einer Art von Re-Territorialisierung oder Reproduktion ihrer originellen auf dem Lande liegenden Gesellschaft sollte sich Identitätsbildung vielmehr auf den Rest der urbanen Gesellschaft orientieren. Der lateinamerikanische Diskurs über ethnische Identitäten wird derzeit von einer essentialistischen Perspektive beherrscht. Die Arbeit argumentiert, dass die Mapuche weder im sozialen Raum der traditionellen Gemeinschaft noch im kulturellen Raum der Gastgesellschaft eingesperrt sind und Strategien entwickeln könnten, in denen ethnische Identitäten ein Teil eines Systems von Identitäten sind. Dementsprechend sind solche Strategien sehr dynamische Formen von Kommunikation und Differenzierung. Der erste Teil der Dissertation setzt sich im ersten Kapitel in kritischer Weise mit der ethnographischen Methode und ihrer Anwendung im urbanen Raum auseinander. Das zweite Kapital fokussiert auf die Geschichte der modernen Mapuche Gesellschaft. Die durch ethnographische Methodik erarbeiteten experimentellen Studienfälle werden im zweiten Teil erörtert.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Imilan Ojeda, Walter Alejandro
- Advisor dc:contributor.advisor
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- Herrle, Peter
Rights
- Licence dc:rights.uri
- Language dc:language.iso
- en, English
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier URI
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urn:nbn:de:kobv:83-opus-22696
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-2182 - OAI identifier oai:identifier
- oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/2479