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Technische Universität Berlin

Ein Weltenregisseur - Filmmusikalität und Filmästhetik im Werk Gustav Mahlers

Abstract

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Mit dem Rückblick auf die Wirkungsgeschichte des Werkes Gustav Mahlers im Zwanzigsten Jahrhundert fällt auf, dass es immer wieder zu markanten Berührungen mit dem ästhetischen und praktischen Feld des Films gekommen ist. So verwendet die Musikforschung zuweilen filmtechnische Begriffe, um die Lesart des Werkes zu konkretisieren und Strukturen bei Mahler beschreiben zu können. Konzertprogramme und Musikzeitschriften belegen aber auch, dass der spezifische „Mahler-Klang“ häufig mit orchestraler Filmmusik in Verbindung gebracht wird, wie auch umgekehrt Filmmusik für Rezensenten, aber auch für das Publikum, des Öfteren nach Mahler klingt. Darüber hinaus sind einzelne Kompositionen Mahlers häufig direkt einem Film unterlegt worden. Den bekanntesten Fall bildet die Verwendung des „Adagietto“ aus der Fünften Symphonie in Luchino Viscontis Film „Tod in Venedig“ von 1971. Dass das Werk Mahlers so häufig in einem Atemzug mit dem Film genannt wurde, wurde vielfach als ästhetisch problematisch oder als Missverständnis der eigentlichen Intentionen Mahlers gewertet. Die bisherigen Ansätze behandeln das beschriebene Phänomen nur an der Oberfläche. In dieser Arbeit wird erstmals der Versuch unternommen, die Wechselbeziehungen zwischen dem Werk Mahlers und der Filmmusik bzw. der ihr zugrunde liegenden Filmästhetik eingehend zu analysieren. Ausgehend von den Mahler-Forschungen von Floros und Eggebrecht erfolgt zunächst eine Klassifikation der Fragestellung in Unterfragen, die Rückschlüsse auf geeignete Lösungsansätze erlaubt. In einem historischen Teil werden Ergebnisse aus Musikforschung und Filmgeschichte zugrunde gelegt, um anschließend die Filmnähe Mahlers anhand von konkreten Begriffen zu erschließen. Hier spielt bereits die Unterordnung von Musik unter ein globales Ziel wie beispielsweise ein Gesamtkunstwerk eine Rolle. In der eigentlichen Analyse wird Mahlers Musik direkt Filmmusik gegenüber gestellt; die praktische Umsetzung der Konzepte wird in diesem Teil verdeutlicht. In einem theoretischen Teil wird nochmals nach der Bildhaftigkeit von Mahlers Musik gefragt. Im systemtheoretischen Ansatz werden die Anforderungen der Teilsysteme Musik und Bild untersucht und es wird dargestellt, wie die Teilsysteme zusammenarbeiten können. Hierbei, wie auch bei den Fragen nach Stereotypen und Ritualen, werden erneut der szenische Ansatz Mahlers und die Nähe zum filmischen Gedankengut nachgezeichnet. Den Abschluss der Arbeit bilden konkrete Hinweise auf die Entwicklung der Mahler-Rezeption, die Feststellung von Forschungsdesideraten und ein Ausblick auf künftige Forschungsaufgaben.

Author and committee

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Author dc:creator
  • Wolff, Stephan
Advisor dc:contributor.advisor
  • Schmidt, Christian Martin

Rights

Language dc:language.iso
de, German

Identifiers

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Identifier URI
urn:nbn:de:kobv:83-opus-22441
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-2172
OAI identifier oai:identifier
oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/2469

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Technische Universität Berlin
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Last updated
2026-07-27
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Wolff, Stephan. Ein Weltenregisseur - Filmmusikalität und Filmästhetik im Werk Gustav Mahlers. 2009. https://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/2469