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Technische Universität Berlin

Disaster Relief Logistics: Benefits of and Impediments to Horizontal Cooperation between Humanitarian Organizations

Abstract

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Eine ständig wachsende Zahl an Naturkatastrophen erfordert eine effizientere und effektivere Planung und Durchführung von internationaler Katastrophenhilfe. Da die Logistikkosten einen Großteil der Ausgaben von Hilfsorganisationen für Katastrophenhilfe ausmachen, stellen sie einen Haupthebel für Kostensenkungen aber auch für Verbesserungen hinsichtlich Lieferzeiten und Qualitätsniveau dar. Obgleich Investitionen in die Supply Chain Infrastruktur und andere vorbereitende Maßnahmen im Vorfeld von Katastrophen eine hohe Rentabilität versprechen, finden sie weder systematisch noch umfassend statt. Fehlende Kooperation und Koordination zwischen Hilfsorganisationen zählt dabei zu den am häufigsten kritisierten Aspekten. Aber warum sollten und wie könnten Hilfsorganisationen hinsichtlich ihrer Logistik in der Katastrophenhilfe zusammenarbeiten? Die vorliegende Promotion untersucht welche Synergien und resultierenden Vorteile eine horizontale Logistikkooperation zwischen Hilfsorganisationen generieren könnte und welche Hürden hinsichtlich ihrer Realisierung bestehen. Der Fokus liegt dabei auf permanenten Supply Chain Strukturen und den logistischen Hauptläufen bis zum "Point of Entry", sprich dem der Katastrophenregion am nächsten gelegenen Flug- oder Seehafen. Die Untersuchung konzentriert sich dabei auf ein Service Provider Modell als Art der horizontalen Zusammenarbeit, bei dem eine Hilfsorganisation als Logistik Service Provider für andere Hilfsorganisationen agiert, wodurch sich Volumen konsolidieren und Größenvorteile realisieren lassen. Im Rahmen einer Kombination aus deduktivem und abduktivem Forschungsvorgehen basiert diese Arbeit sowohl of Forschungsergebnissen bezüglich horizontaler Logistikkooperationen im privaten Sektor als auch Erkenntnissen der Neuen Institutionenökonomik sowie der Produktionskostentheorie. Eine komparative Analyse von drei verschiedenen Logistikkooperationen, die entweder von großen Hilfs- oder Spendenorganisationen initiiert sind, zeigt, dass im humanitären Sektor die gleichen Synergiepotentiale gesehen werden wie im privaten Sektor, dass jedoch noch nicht alle Vorteile realisiert werden konnten. Das liegt zum Teil darin begründet, dass humanitäre Organisationen sich offensichtlich mehr auf Lieferzeiten und Qualitätsaspekte konzentrieren als auf die Ausschöpfung möglicher Kostenvorteile. Insbesondere kleinere Organisationen könnten von dem Zugang zu einem breiten logistischen Servicespektrum profitieren. Die Arbeit identifiziert vier Haupthürden, die die Kooperationsbereitschaft von Hilfsorganisationen im Bereich Katastrophenlogistik beeinträchtigen: die Wahrnehmung von Logistik als eigene Kernkompetenz, kulturelle Unterschiede und gegenseitiges Misstrauen, fehlende Transparenz hinsichtlich potentieller und realisierter Vorteile, sowie unzureichende Lieferkapazitäten. Es werden Lösungsansätze zur Überwindung dieser Hürden entwickelt sowie Modellanpassungen diskutiert um identifizierte Schwachpunkte der Zusammenarbeit zu vermeiden. Insbesondere der Austausch von humanitären Service Providern durch kommerzielle Anbieter wird hierbei als interessanter Ansatz gesehen, der Raum für weitere Forschung bietet. Implementierungsrichtlinien weisen auf die Hauptaufgaben für die verschiedenen Stakeholdergruppen wie Spendenorganisationen, humanitäre Organisationen, kommerzielle Serviceanbieter sowie Medien hin, um Thematik und Umsetzung von horizontale Kooperation in der Katastrophenlogistik in der Zukunft weiter voran zu treiben.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Schulz, Sabine Friederike
Advisor dc:contributor.advisor
  • Straube, Frank

Rights

Language dc:language.iso
en, English

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier URI
urn:nbn:de:kobv:83-opus-21215
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-2086
OAI identifier oai:identifier
oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/2383

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Technische Universität Berlin
Base URL
api-depositonce.tu-berlin.de/server/oai/request
Last updated
2026-07-27
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OAI-PMH GetRecord
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Schulz, Sabine Friederike. Disaster Relief Logistics: Benefits of and Impediments to Horizontal Cooperation between Humanitarian Organizations. 2009. https://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/2383