Technische Universität Berlin
Limnological investigations in Lake San Pablo, a high mountain lake in Ecuador
Abstract
dc:description.abstractÄquatoriale Hochgebirgsseen sind eine besondere Art von Seen, die zwischen 2.500 und 4.000 m über dem Meeresspiegel liegen und hauptsächlich in den Anden von Ecuador, Peru und Kolumbien vorkommen. Im allgemein sind sie Kaltwasserseen mit Wassertemperaturen unter 20 °C. Ihre limnologischen Merkmale werden durch einige typische tropische Umweltparameter bestimmt, wie z.B. hohe Strahlungseingabe, niedrige saisonbedingte Variationen von Temperatur und Lichteingabe, sowie hohe tägliche Temperaturschwankung. Der San Pablo See liegt 2.660 m über den Meeresspiegel in den Anden von Ecuador. Intensive landwirtschaftliche Nutzung des Einzugsgebietes, Bodenerosion und die direkte Einleitung von Abwasser in den See haben zum aktuellen Eutrophiezierungsgrad und dem gegenwärtigen schlechten Zustand des Sees beigetragen. Im Rahmen der hier vorgelegten Studie wurden zwischen 1998 und 2001 limnologische Untersuchungen am San Pablo See durchgeführt. Es wurde festgestellt , dass eine thermische Schichtung von niedriger Stabilität von Ende September bis Ende Mai auftritt. Diese führt zu einem Temperaturunterschied zwischen Epi- und Hypolimnion von ca. 2 °C, mit einer monomiktischen Zirkulationsphase während der Sommermonaten zwischen Juni und August. Weiterhin wurde ein nächtlicher konvektiver Mischungsprozess festgestellt, der durch starke Nachmittagswinde und nächtliche Abkühlungsprozesse verursacht wird. Dieser Prozess führt zu einer Destratifizierung und Durchmischung der trophogenischen Zone, die bis tief in die tropholytischen Zone eine Wassertiefe von bis zu 20 m erreichen kann. Solch ein thermisches Ereignis hängt von lokalen Wetterbedingungen ab, kann mehrere Tage und sogar Wochen dauern und ist als "Atelomixis" bekannt. Das atomare N:P Verhältnis liegt zwischen 5 und 25 und zeigt eine Limitierung durch Stickstoff wäh nd den Stratifikationsphasen und manchmal auch durch Phosphor während den Zirkulationsperioden. Die im See herrschenden Zirkulationsprozesse scheinen wichtige limitierende Faktoren zu sein. Die Phytoplanktonanalyse zeigt eine geringe Artenvielfalt mit einer relativen hohen Abundanz der vorhandenen Organismen und hoher Biomasse. Das Phytoplankton wird hauptsächlich durch die fädige Diatomeae Aulacoseira granulata sowie durch einige Chlorococcales, u. a. Scenedesmus linearis und Pediastrum boryanum, und der Euglenophyceae Trachelomonas volvocina dominiert. Das Zooplankton im See ist extrem artenarm und es wird durch den Crustaceen Daphnia pulicaria, und Metacyclops mendocinus sowie durch die Rotatorien Keratella tropica, Trichocerca similis, Anuraeopsis fissa und Asplanchna sp. repräsentiert. Es scheint, dass die im See lebenden Organismen an die hohe natürliche UV-Strahlung gut angepasst sind. Diese Ergebnisse können als Basis für die Planung von Programmen für die Kontrolle der Eutrophikation im See verwendet werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Casallas Guzmán, Jorge Enrique
- Advisor dc:contributor.advisor
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- Gunkel, Günter
Rights
- Licence dc:rights.uri
- Language dc:language.iso
- en, English
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier URI
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urn:nbn:de:kobv:83-opus-9341
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-1034 - OAI identifier oai:identifier
- oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/1331