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Hierzu wurden Hirngewebsproben von 75 Verstorbenen im Rahmen gerichtlich angeordneter Obduktionen verwendet: 54 Fälle wiesen ein zum Tode führendes Schädel-Hirn-Trauma auf (Fallgruppe) und 21 Fälle mit kardiovaskulär bedingtem Todeseintritt wurden als Kontrollgruppe untersucht. Das maximale postmortale Intervall betrug 6 Tage. Gewebsproben definierter Hirnareale (Kortex, Perikontusionszone (PKZ), Hippocampus, Kleinhirn) wurden mit IL-6- und GFAP-Antikörpern immunhistochemisch untersucht und die positiv gefärbten Zellen semiquantitativ erfasst. Die Ergebnisse wurden zu den Überlebenszeiten nach Trauma korreliert und mit der Kontrollgruppe verglichen. Es zeigte sich für IL-6 und GFAP ein statistisch signifikanter Konzentrationsanstieg mit zunehmender Überlebenszeit in der PKZ und in Hypoxie-sensiblen Arealen des Zentralen Nervensystems (ZNS). Die Methode war geeignet, SHT-Fälle von den Kontrollen bei Überschreiten ermittelter Schwellenwerte in Bezug auf die Färbungen zu differenzieren. Die präsentierten Ergebnisse belegen den potentiellen Nutzen der beiden gewählten immunhistochemischen Marker als Ergänzung zur gängigen SHT-Wundalterdiagnostik in der forensischen Praxis.","abstract_html":"Die vorliegende Arbeit untersuchte die Verwendbarkeit einer semiquantitativen Auszählung des zellulär sezernierten Zytokins Interleukin-6 (IL-6) und des zerebralen Intermediärfilamentes Saures Gliafaserprotein (GFAP) hinsichtlich ihrer Aussagekraft zur Detektion eines Schädel-Hirn-Traumas (SHT) und der Abschätzung des Überlebenszeitintervalls zwischen Erleiden der Gewalteinwirkung und dem Todeseintritt. Hierzu wurden Hirngewebsproben von 75 Verstorbenen im Rahmen gerichtlich angeordneter Obduktionen verwendet: 54 Fälle wiesen ein zum Tode führendes Schädel-Hirn-Trauma auf (Fallgruppe) und 21 Fälle mit kardiovaskulär bedingtem Todeseintritt wurden als Kontrollgruppe untersucht. Das maximale postmortale Intervall betrug 6 Tage. 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