{"id":{"repo_id":"qucosa-diss","oai_identifier":"oai:qucosa:de:qucosa:73261"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/qucosa-diss/oai:qucosa:de:qucosa:73261","repository":{"repo_id":"qucosa-diss","name":"QUCOSA","base_url":"http://www.qucosa.de/oai/"},"display":{"title":"Cell Shapes Indicate Tissue Fluidity in Tumors","abstract":"Die Tumorprogression wird von Veränderungen der Gewebemorphologie begleitet. In 2D-Zellkulturen wurden verschiedene Gewebezustände gefunden, z.B. flüssigar- tige, 'gejammete' sowie nematische Zustände, die mit den Zellformen zusammen- hingen. Obwohl man diese Resultate nicht einfach auf dreidimensionale Gewebe wie Tumore übertragen kann, legen sie nahe, den Zusammenhang von Zellformen, Gewebemorphologie und Aggregatzustand von 3D-Geweben zu untersuchen. Ich untersuche Zellbeweglichkeit in 3D-Sphäroiden, wobei ich einen krebsartigen (ma- lignen) und einen nicht-krebsartigen Zelltyp miteinander vergleiche. Ich analysiere sowohl das Gesamtverhalten des Gewebes durch Sphäroid-Fusionsexperimente als auch Einzel-Zell-Bewegungen, und zeige damit dass das maligne Gewebe durch aktive, bewegliche Zellen verflüssigt wird, wohingegen das epitheliale (gesunde) Gewebe sich eher verhält wie ein Festkörper. Eine komplette 3D-Segmentation der Proben zeigt, dass sich im flüssigen Gewebe mehr elongierte Zellen befinden, was Zellformen mit Zellmotilität verbindet. Ich finde somit zwei aktive Zustände in 3D- Geweben: einen amorphen, glas-artigen, der Züge von Zell-Jamming trägt; sowie einen ungeordneten, flüssigen Zustand. Darüber hinaus demonstriere ich einen en- gen Zusammenhang zwischen Zellformen und Kernformen in beiden Gewebearten. Zum ersten Mal kann damit eine Verbindung von Krebs-Grading in histologischen Schnitten mit der Physik des Jamming hergestellt werden, womit sich die Tür zu klinischen Anwendungen im diagnostischen Bereich öffnet.","abstract_html":"Die Tumorprogression wird von Veränderungen der Gewebemorphologie begleitet. In 2D-Zellkulturen wurden verschiedene Gewebezustände gefunden, z.B. flüssigar- tige, &#x27;gejammete&#x27; sowie nematische Zustände, die mit den Zellformen zusammen- hingen. Obwohl man diese Resultate nicht einfach auf dreidimensionale Gewebe wie Tumore übertragen kann, legen sie nahe, den Zusammenhang von Zellformen, Gewebemorphologie und Aggregatzustand von 3D-Geweben zu untersuchen. Ich untersuche Zellbeweglichkeit in 3D-Sphäroiden, wobei ich einen krebsartigen (ma- lignen) und einen nicht-krebsartigen Zelltyp miteinander vergleiche. 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